Energieberatung

Verbraucher investieren in ihre Häuser

Foto: Umweltminister Robert Habeck (Grüne) sieht durch Sanierung von Gebäuden und den Austausch von Elektrogeräten ein enormes Einsparpotenzial.

Umweltminister Robert Habeck (Grüne) sieht durch Sanierung von Gebäuden und den Austausch von Elektrogeräten ein enormes Einsparpotenzial.

Kiel. "Dadurch werden über die Lebensdauer der Geräte gut 61.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart", sagte Verbraucherschutzministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) am Donnerstag in Kiel. Die seit 40 Jahren im Norden praktizierte Energieberatung sei die am stärksten nachfragte Beratung für Privathaushalte.

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Die Experten der Verbraucherzentrale berieten im vergangenen Jahr 2631 Haushalte in Energiefragen. Werden alle diese Empfehlungen umgesetzt, könnte der Energieverbrauch dadurch um fast 170 Millionen Kilowattstunden sinken. "Verbraucher werden sensibilisiert und motiviert, zum Beispiel den Verbrauch ihrer Haushaltsgeräte zu überprüfen, die Stand-by Funktion von Geräten auszuschalten oder die Angebote ihres Stromanbieters mit anderen Anbieter zu vergleichen, um passgenaue Tarife für sich zu finden", sagte Sütterlin Waack. Mehr als drei Viertel setzten die Ratschläge auch um.

Umweltminister Robert Habeck (Grüne) sieht durch Sanierung von Gebäuden und den Austausch von Elektrogeräten ein enormes Einsparpotenzial. Rund ein Drittel des Verbrauchs könne durch neuere Geräte eingespart werden, sagte Habeck. "Heutzutage ist klar, dass Energie sparen nicht nur den eigenen Geldbeutel schont, sondern auch ein Beitrag zur Energiewende und gegen den Klimawandel ist." Weitere Einsparpotenziale sieht er im Bereich der Digitalisierung (Smarthome). Beispielsweise durch das gezielte Hochfahren der Heizung erst vor der Rückkehr nach Haus könne Energie eingespart werden.

"Enormer Sanierungsbedarf"

Nach Angaben der Verbraucherzentrale gibt es rund 1,4 Millionen Haushalte im Land. Gut die Hälfte besitzt Immobilieneigentum. "Von denen sind vier Fünftel älter als 1980", sagte Verbraucherzentralen-Expertin Margrit Hinz. "Da gibt es einen enormen Sanierungsbedarf." Zwei Drittel der Heizungen seien älter als 15 Jahre.

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Die Landesregierung aus CDU, Grünen und FDP will die Unterstützung der Beratungsangebote von aktuell 890.000 Euro im laufenden Jahr bis 2020 auf mehr als eine Million Euro erhöhen. Neben diesen Mitteln hat die Verbraucherzentrale in den vergangenen Jahren jeweils 319.000 Euro vom Umweltministerium für Projekte erhalten.

20 Euro kostet ein Gebäudecheck durch einen Energieberater für ein Ein-Familien-Haus, 10 Euro sind es für eine Wohnung. Ein Detail-Check schlägt mit 40 Euro zu Buche.

Von dpa

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