Stupa der Uni Kiel

Vertrag für Semesterticket aufgeschoben

Foto: Einstieg vertagt: Die Vertragsunterzeichnung für das landesweite Semesterticket wurde vom Stupa der Uni Kiel noch einmal blockiert.

Einstieg vertagt: Die Vertragsunterzeichnung für das landesweite Semesterticket wurde vom Stupa der Uni Kiel noch einmal blockiert.

Kiel. Die Unterzeichnung dürfte dennoch bald nachgeholt werden. Denn in der Sache ist sich das Stupa längst einig: Mit 18 Ja-, einer Nein-Stimme und zwei Enthaltungen hatte es Ende Februar grünes Licht für das Ticket gegeben, nachdem es zuvor Gerangel um Preise und Sinnhaftigkeit gegeben hatte. Am Montag ging es nicht um das Ticket an sich, sondern um eine Gemengelage zwischen Verpflichtung und Befindlichkeiten. Was ist passiert?

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Durfte der Asta den Vertrag unterzeichnen?

Am Mittwochabend, so heißt es aus Stupa-Kreisen, erfuhren die Mitglieder, dass sich der "kalkulatorische Schätzpreis" für das Ticket erhöhen sollte – von 148,40 auf 153,75 Euro. Der Projektkoordinator des Nahverkehrsverbundes, Jörg Ludolph, beeilte sich gestern zu betonen, dass dieser Schätzpreis lediglich eine "Rechengröße" sei, die sich aus den Befragungen ergebe und für den Wert des Tickets relevant sei. Der geplante "Beitrag zum Schutz der Studierenden" bleibe gleich. Er soll bei 124 Euro starten und semesterweise um sechs Euro steigen. Doch es gab ein Problem.

So kamen Zweifel auf, ob der Asta zur Vertragsunterschrift für die Uni Kiel zu den geänderten Konditionen ermächtigt ist. Demnach wäre der Beschluss eines neuen Antrages notwendig gewesen. Der wiederum hätte längst eingereicht sein müssen – und kann erst zur nächsten Sitzung am Montag als Dringlichkeitsantrag auf die Agenda kommen.

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Irritationen im Stupa der Uni Kiel

Außerdem waren Irritationen aus dem Stupa zu vernehmen: Die Mitglieder hätten vom Ansteigen der Rechengröße, die wohl schon wochenlang klar war, offenbar gerne früher erfahren. Ob es in der Kommunikation zwischen Asta und Stupa oder an anderer Stelle gehakt hatte, blieb offen. Der Asta-Vorstand versuchte gestern, die Wogen zu glätten: "Irritationen lagen unseres Erachtens nicht vor", das Problem sei rein formell gewesen. Jetzt erwarte man den Beschluss. Nah-SH-Vertreter Ludolph mahnte: Während der weiteren Verhandlungen in den vergangenen Wochen habe man "Studierende durchgehend dabeigehabt".

Alle Unklarheiten gipfelten am Montag in keiner Entscheidung, Diskussionen und Wortbeiträge in der Stupa-Sitzung verhallten. "Erneutes Unterdrucksetzen kann unsere Geschäftsordnung nicht aushebeln", sagte Stupa-Präsident Torben Herber (Jusos). Die für gestern vorgesehene Vertragsunterzeichnung fiel flach, bestätigte Ludolph. Kurzzeitig hat das Studierendenparlament aber vernehmbar seine Muskeln gezeigt.

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