Warnstreik von Erzieherinnen und Erziehern

Kirsten Larsen (55), Kindergarten Süd in Eckernförde: „Wir mussten während der Corona-Pandemie immer die Fahne hochhalten und haben das auch gern getan. Aber letztlich wird man dafür nicht belohnt – nicht von der Gesellschaft, nicht von den Eltern, auch nicht von den Arbeitgebern. Unsere Arbeitsbelastung ist definitiv größer geworden. Wir sollen in der Kita das leisten, was zu Hause nicht mehr stattfindet. Auch schon kleine Kinder sind bei uns bis 17 Uhr angemeldet. Das gab es früher nicht.“
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Kirsten Larsen (55), Kindergarten Süd in Eckernförde: „Wir mussten während der Corona-Pandemie immer die Fahne hochhalten und haben das auch gern getan. Aber letztlich wird man dafür nicht belohnt – nicht von der Gesellschaft, nicht von den Eltern, auch nicht von den Arbeitgebern. Unsere Arbeitsbelastung ist definitiv größer geworden. Wir sollen in der Kita das leisten, was zu Hause nicht mehr stattfindet. Auch schon kleine Kinder sind bei uns bis 17 Uhr angemeldet. Das gab es früher nicht.“

Thies Köster (25), Städtischer Kindergarten Weiche in Flensburg: „Ich mag meinen Beruf, ich habe gern die Verantwortung in unserer Krippe, und die Arbeit mit Kindern ist etwas Unvergleichliches. Aber unsere Arbeitsbedingungen sind stressig. Wir sind personell unterbesetzt, ohne dass auf dem Markt noch ausgebildete Leute vorhanden wären. Die Gesellschaft muss sich überlegen, ob sie gestresste oder entspannte Mitarbeiter haben will. Es geht nicht um irgendwen, es geht um die eigenen Kinder und darum, dass sie sich möglichst perfekt entwickeln. Nur auf die Kinder aufzupassen, ist ja nicht Sinn der Sache.“
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Thies Köster (25), Städtischer Kindergarten Weiche in Flensburg: „Ich mag meinen Beruf, ich habe gern die Verantwortung in unserer Krippe, und die Arbeit mit Kindern ist etwas Unvergleichliches. Aber unsere Arbeitsbedingungen sind stressig. Wir sind personell unterbesetzt, ohne dass auf dem Markt noch ausgebildete Leute vorhanden wären. Die Gesellschaft muss sich überlegen, ob sie gestresste oder entspannte Mitarbeiter haben will. Es geht nicht um irgendwen, es geht um die eigenen Kinder und darum, dass sie sich möglichst perfekt entwickeln. Nur auf die Kinder aufzupassen, ist ja nicht Sinn der Sache.“

Veronika Petersen (46), Kindergarten „Rappelkiste“ in Osdorf: „Ich möchte ein Zeichen setzen, weil es mit dem Fachkräftemangel in unserer Branche so nicht weitergehen kann. Unsere Arbeitsbedingungen sind schlecht. Wir haben Personalmangel, und die wenigen, die da sind, kriechen auf dem Zahnfleisch. Ich persönlich arbeite seit dem Ausbruch von Corona 24/7. Das kann ich dauerhaft nicht durchhalten. Die Ausbildung scheint so unattraktiv zu sein mit Blick darauf, was man am Ende verdient und wie die Arbeitsbedingungen später sind, dass das keiner mehr machen will. Dabei mache ich meinen Beruf gern, mit Herzblut sogar! Anders würde es gar nicht gehen.“
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Veronika Petersen (46), Kindergarten „Rappelkiste“ in Osdorf: „Ich möchte ein Zeichen setzen, weil es mit dem Fachkräftemangel in unserer Branche so nicht weitergehen kann. Unsere Arbeitsbedingungen sind schlecht. Wir haben Personalmangel, und die wenigen, die da sind, kriechen auf dem Zahnfleisch. Ich persönlich arbeite seit dem Ausbruch von Corona 24/7. Das kann ich dauerhaft nicht durchhalten. Die Ausbildung scheint so unattraktiv zu sein mit Blick darauf, was man am Ende verdient und wie die Arbeitsbedingungen später sind, dass das keiner mehr machen will. Dabei mache ich meinen Beruf gern, mit Herzblut sogar! Anders würde es gar nicht gehen.“

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