Schleswig-Holstein

Warum das Glück hier zu Hause ist

Kiel. Prof. Jensen, warum sind Schleswig-Holsteiner denn glücklicher als die Bewohner in anderen Bundesländern?

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Uwe Jensen: Beim letzten Mal ist mir besonders aufgefallen, dass Schleswig-Holsteiner sich im Vergleich zu Bewohnern anderer Bundesländer relativ wenig Sorgen machen und emotional relativ stabil, salopp gesagt also das Gegenteil von neurotisch, sind. Beides drückt also eine norddeutsche Gelassenheit aus und wirkt deutlich zufriedenheitssteigernd.

Ein Lottogewinn macht nur kurze Zeit glücklich

Dabei sind in Schleswig-Holstein die Einkommen und Verdienste nachweislich nicht die höchsten. Welche Rolle spielt das Einkommen für unsere Zufriedenheit?

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Uwe Jensen: Die Rolle des Geldes ist sehr gemischt. Alles Materielle, also das Einkommen, Vermögen et cetera hat absolut gesehen nur einen geringen Effekt – gut für uns! Zuwächse über die Zeit wie Einkommenssteigerungen oder selbst Lottogewinne haben nur einen kurzfristigen Effekt. Der Grund dafür ist, dass die Ansprüche mitwachsen. Zufriedenheitsstiftend ist aber, mehr zu haben als relevante Vergleichspersonen. Das können zum Beispiel Berufskollegen sein. Aber wenn sich Schleswig-Holsteiner meist mit Schleswig-Holsteinern vergleichen, ist da keine Gefahr.

Die Gene sind wichtig fürs Glücklichsein 

Auf welche anderen Effekte führen Sie das gute Abschneiden der Schleswig-Holsteiner dann zurück?

Uwe Jensen: Etwa 50 Prozent der Variation der Zufriedenheit werden, ganz unromantisch, durch die Gene erklärt. Dieser Effekt bringt uns schon immer stark nach oben, da wir teilweise einen gemeinsamen Genpool mit den Skandinaviern haben. Die stehen in Ländervergleichen bekanntlich immer ganz oben. Weitere rund zehn Prozent sind Tageszufallseffekt. Die verbleibenden 40 Prozent entfallen zur Hälfte auf die Lebensverhältnisse, also Alter, Gesundheit, Einkommen und ähnliches, und zur Hälfte auf bewusste Aktivitäten, Einstellungen. Die bereits erwähnte Gelassenheit findet sich bei den Schleswig-Holsteinern in den Einstellungen, zum Teil sicher auch in den Genen.

Das vollständige Interview lesen Sie in der Donnerstagausgabe Ausgabe der Kieler Nachrichten und der Segeberger Zeitung

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