Corona-Folgen

Wegen Geisterspielen: Polizei in SH braucht bei Fußball deutlich weniger Beamte

Bei einem Spiel von Holstein Kiel im Jahr 2017 nimmt die Polizei einen Flitzer fest.

Bei einem Spiel von Holstein Kiel im Jahr 2017 nimmt die Polizei einen Flitzer fest.

Kiel. Schleswig-Holsteins Polizei kommt wegen der Corona-Beschränkungen mit weniger Personal bei Fußballspielen aus. „Die Begleitung von "Geisterspielen" erfordert deutlich weniger Kräfte als Einsätze in vollen Stadien“, sagte ein Sprecher des Landespolizeiamts. „Rechnerisch lässt sich das aber wegen der nicht vorhandenen Vergleichbarkeit nicht in Prozent und Personenstunden ausdrücken.“ Mittlerweile sind im Norden wieder Spiele mit bis zu einem Viertel der möglichen Zuschauerkapazität möglich.

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Als Beispiel verwies die Polizei auf die Spiele des Zweitligisten Holstein Kiel gegen die damaligen Ligakonkurrenten Dynamo Dresden und Arminia Bielefeld. „So wurden in einer "normalen Saison" für beide Spiele insgesamt 1120 Polizeibeamte eingesetzt, bei den Spielen ohne Publikum zählten wir 14 eingesetzte Kräfte. Das entspricht 9127 zu rund 66 Einsatzstunden.“ Bei beiden Spielen sei aufgrund der damaligen Lage 2019 jedoch ein überdurchschnittlicher Kräfteeinsatz nötig gewesen.

Dafür aber mehr Demonstrationen

Während der Corona-Pandemie wurde die Zahl der Streifenwagen auf Schleswig-Holsteins Straßen erhöht, um die Kontakt- und Ortsbeschränkungen zu überwachen und vor Ort präsent zu sein.

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„Gleichzeitig sind wegfallende Aufgaben, dazu gehören auch die Fußballeinsätze, durch eine gesteigerte Anzahl von Demonstrationslagen ersetzt worden“, sagte der Polizeisprecher. Auch die Möglichkeit des Überstundenabbaus wurde von Beamten genutzt.

Von RND/dpa

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