Unternehmer in Neumünster

Wenig Kritik an Autobahn-Baustellen

Foto: Der 65 Kilometer lange Ausbau der A7 auf sechs Spuren, hier zwischen Kaltenkirchen und Bad Bramstedt, ist nach Angaben der Planer bis Dezember auf schleswig-holsteinischer Seite abgeschlossen.

Der 65 Kilometer lange Ausbau der A7 auf sechs Spuren, hier zwischen Kaltenkirchen und Bad Bramstedt, ist nach Angaben der Planer bis Dezember auf schleswig-holsteinischer Seite abgeschlossen.

Neumünster. Prominentestes Projekt ist nach wie die sechsspurige Verbreiterung der A7 auf den 65 Kilometern zwischen Bordesholm und Hamburg, die – wenn die Prognosen eintreffen – auf schleswig-holsteinischer Seite im Dezember dieses Jahres abgeschlossen sein wird. Gut 30 Brückenbauwerke – entweder neu gebaut oder saniert – müssen bis dahin noch beendet werden, wie bei dem Treffen im Alten Stahlwerk Florian Zettel erläuterte, Leiter Kommunikation beim Baukonsortium Via Solutions Nord.

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Qualifiziertes Personal fehlt

Die Schwierigkeiten lauern für die Verkehrsplaner auf dem Personalmarkt: „Uns fehlen in Deutschland 11.000 Bauingenieure und sechsmal so viele Facharbeiter“, beklagte Christian Merl von der Hamburger Verkehrsbehörde, warum manche Bauvorhaben nicht zügiger bearbeitet werden können. Ähnlich argumentierte auch Jens Sommerburg, Leiter der Niederlassung Lübeck im schleswig-holsteinischen Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr, auf die Frage eines Besuchers, warum mitunter auf wenigen Kilometern Strecke nicht zwei Bauvorhaben gleichzeitig abgewickelt würden und sich stattdessen die Fahrbahnverengungen doppelt so lange hinzögen. „Mal fehlen uns genügend Lkw-Fahrer,“ erzählte Sommerburg, „ein anderes Mal bekamen wir auf unsere Ausschreibung überhaupt keine Angebote.“

Unternehmer wollen Informationen

Von frustrierten Firmeninhabern, die bei so einer Gelegenheit mal Dampf ablassen wegen Stress mit Staus und Sperrungen, war im Tagungsraum  nichts zu spüren. Mehr als eine Handvoll Rückfragen gab es nicht aus dem Kreis der rund 40 Besucher. Martin Krause von der IHK Lübeck hatte damit auch nicht gerechnet. „In der Wirtschaft wird akzeptiert, dass gebaut werden muss“, sagte er, „die Unternehmer müssen sich nur darauf einstellen können.“ Vor ein paar Jahren habe es an solchen Informationen noch sehr gehapert, doch das hätten Behörden und Via Solutions Nord – auch auf Drängen der IHK – mittlerweile deutlich verbessert.

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