Statistik für SH

Weniger rechte und rassistische Angriffe

Foto: Schwerpunkte der von dem Netzwerk registrierten Fälle waren Kiel (9 Fälle), Lübeck und der Kreis Pinneberg (jeweils 7).

Schwerpunkte der von dem Netzwerk registrierten Fälle waren Kiel (9 Fälle), Lübeck und der Kreis Pinneberg (jeweils 7).

Kiel. Das Zentrum für Betroffene rechter Angriffe (Zebra) hat 2018 in Schleswig-Holstein 51 rechte, rassistische und antisemitische Gewalttaten registriert. Von denen waren 69 Menschen betroffen, wie Berater Kai Stoltmann am Donnerstag bei der Vorstellung der Jahresbilanz sagte. Das entsprach einem Rückgang der Vorfälle.

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2017 hatte Zebra 62 Vorfälle mit insgesamt 73 Opfern registriert.

"Angesichts unserer aktuellen Zahlen besteht kein Grund zur Entwarnung", sagte Projektleiterin Lisa Luckschus. "Gerade Angriffe wie Bedrohungen oder einfache Sachbeschädigungen, die wir in unserem Monitoring nicht erfassen, waren vermehrt Grund, unser Beratungsangebot in Anspruch zu nehmen."

Anteil rassistischer Gewalttaten gestiegen

Laut Stoltmann machen Körperverletzungen den Schwerpunkt rechter Gewalt im Norden aus. Gleichzeitig habe der Anteil rassistischer Gewalttaten zugenommen und mache mittlerweile einen Anteil von 61 Prozent aus. Schwerpunkte der von dem Netzwerk registrierten Fälle waren Kiel (9 Fälle), Lübeck und der Kreis Pinneberg (jeweils 7). Rechte Angriffe seien kein rein ostdeutsches Problem.

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Seit Anfang 2017 erfasst die Initiative systematisch solche Vorfälle im Norden. Die Berater gehen von einem großen Dunkelfeld aus. "Uns geht es darum, die Spitze des Eisbergs zu erfassen", sagte Luckschus. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres erfassten sie und ihre Kollegin allein 18 Fälle. Setze sich dieser Trend fort, sei für das laufende Jahr mit einem neuen Höchstwert zu rechnen.

Von RND/dpa

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