Tod im Feuerwehreinsatz

Wer bekommt eine Entschädigung?

Foto: Eine Feuerwehrfrau steht vor einem Feuerwehrauto. 

Eine Feuerwehrfrau steht vor einem Feuerwehrauto.

Oldenburg. Wenn Feuerwehrleute beim Einsatz tödlich verunglücken, sollen nichtverheiratete langjährige Lebenspartner von ihnen in Schleswig-Holstein künftig eine Entschädigung von 60 000 Euro bekommen. Dies verkündete Innenminister Hans-Joachim Grote am Samstag auf der Landesfeuerwehrversammlung in Oldenburg (Kreis Ostholstein).

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"Der Dienst in der freiwilligen Feuerwehr ist gefährlich", sagte der CDU-Politiker laut Mitteilung seines Ministeriums. Leider komme es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen immer wieder vor, dass Feuerwehrangehörige bei einem Einsatz ums Leben kommen. "In dieser schrecklichen Situation müssen dann zumindest die Hinterbliebenen ausreichend versorgt werden", sagte Grote.

Wann tritt die neue Regelung in Kraft?

Dies müsse unabhängig davon gelten, ob es sich um Eheleute handelt oder ob die Partner ohne Trauschein langjährig zusammengelebt haben. Rein rechtlich gehörten derzeit nichteheliche Lebenspartner nicht zu den versorgungsberechtigten Personen, erläuterte Grote. Bei der Schließung dieser Gerechtigkeitslücke bestehe dringender Handlungsbedarf.

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"Eine entsprechende Bundesratsinitiative ist derzeit leider nicht erfolgversprechend", sagte der Minister. "Deswegen wollen und werden wir zumindest eine einmalige Entschädigung sicherstellen."

Die Regelung soll spätestens zum 1. Januar nächsten Jahres in Kraft treten. Genauere Kriterien, etwa zur Mindestdauer der Lebenspartnerschaft, werden laut Ministerium noch erarbeitet. Im Norden gibt es 1342 Freiwillige Feuerwehren.

Von RND/dpa

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