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Schleswig-Holstein

Wird die „Tradition der Knickpflege“ bald Immaterielles Kulturerbe?

Im Januar 2022 zerkleinerten Landwirte in Rade mit einem Holzhacker die Gehölze eines bereits gekürzten Knicks. 

Im Januar 2022 zerkleinerten Landwirte in Rade mit einem Holzhacker die Gehölze eines bereits gekürzten Knicks. 

Kiel. Zehntausende Kilometer Knicks durchziehen die Kulturlandschaft Schleswig-Holsteins. Die bundesweit einzigartigen Baum- und Gestrüpphecken sind für viele Tiere attraktive Lebensräume. Um sie zu erhalten, müssen sie im Winter gepflegt werden. Nun schlägt Schleswig-Holstein die „Tradition der Knickpflege“ zur Aufnahme in das nationale Verzeichnis Immaterielles Kulturerbe vor.

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Einen entsprechenden Antrag hat das Kulturministerium nun eingereicht, wie das Ministerium am Mittwoch mitteilte. „Knicks prägen seit Jahrhunderten die schleswig-holsteinische Landschaft. Sie sind gewachsene Naturelemente, die von historischer und naturräumlicher Bedeutung sind“, sagte Kulturministerin Karin Prien (CDU). Die Tradition der Knickpflege gehöre deshalb auf die Liste des Immateriellen Kulturerbes.

Deutschen Unesco-Kommission entscheidet im Herbst über „Tradition der Knickpflege“

Im Herbst entscheidet das unabhängige Expertenkomitee der Deutschen Unesco-Kommission, ob der Antrag für das Bundesweite Verzeichnis, das aktuell 131 Einträge umfasst, empfohlen wird. Das Verzeichnis soll die Vielfalt an kulturellen Ausdrucksformen in Deutschland abbilden. Eine Aufnahme stellt den Angaben zufolge eine öffentliche Anerkennung der kulturellen Ausdrucksformen in Deutschland dar.

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Aus Schleswig-Holstein wurden in das Verzeichnis bereits die „Trakehner-Zucht“, das „Ringreiten“, das Gute-Praxisbeispiel „Zusammenleben von Minderheiten und Mehrheiten im deutsch-dänischen Grenzland“, die „Helgoländer Dampferbörte“ sowie das „Biikebrennen“ aufgenommen. Länderübergreifend aus dem norddeutschen Raum gehört die „Niederdeutsche Bühnentradition“ zum Verzeichnis.

Von dpa

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