Kritik an Schafhalter

Wolf unter falschem Verdacht?

Foto: Der Wolf ist wieder in Schleswig-Holstein unterwegs.

Der Wolf ist wieder in Schleswig-Holstein unterwegs.

Bad Bramstedt. Sprecher Martin Schmidt sagte: "Der Schäfer hat uns seit 2015 elf Fälle gemeldet, in denen Wölfe seine Schafe gerissen haben sollen. Der Wolf konnte jedoch in keinem Fall nachgewiesen werden."
Stattdessen sei in zwei Fällen zweifelsfrei anhand von DNA-Spuren geklärt worden, dass Hunde die Schafe gerissen hätten.

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In den anderen neun Fällen bleibt die Todesursache ungeklärt. "Wenn ein Schaf gerissen wird, muss spätestens nach 24 Stunden DNA-Material gesichert werden", erläuterte Schmidt. Danach sei kein brauchbarer Speichel mehr zu finden. Dass die Tierkadaver zum Teil komplett ausgeweidet auf der Koppel lagen, lasse keinen Rückschluss auf einen Wolf zu. "Füchse, Marder und andere Tiere machen sich über tote Tiere her", erklärte der LLUR-Sprecher. Solch ein "postmortaler Tierfraß" sei bei den gemeldeten Kadavern auch festgestellt worden.

Dass Wölfe im Kreis Segeberg unterwegs sind, ist dennoch eine Tatsache. Nach Angaben von Schmidt wurde am 15. Juli in Heidmoor im Westen des Kreises ein Schaf von einem Wolf gerissen, in Voßhöhlen, rund 15 Kilometer westlich von Bad Bramstedt, wurde am 30. Juli erneut ein Wolf fotografiert.

Edda Riedel vom Beratungsring der Schafhalter in Futterkamp (Kreis Plön) hatte berichtet, dass die 200 Mutterschafe des Bad Bramstedter Halters in Kürze auf den Schlachthof gehen. Der Mann gebe nach 25 Jahren seine Schafhaltung auf.

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