Fanclub des THW Kiel

30-jähriges Jubiläum der Zebrasprotten

Foto: 30 Jahre THW-Fanclub Zebrasprotten, von links: Hans-Peter Bielefeld (komm. Erster Vorsitzender), Thomas Ehmsen (Beisitzer), Susanne Plieske (Festwartin), Benno Dubberstein (Kassenwartin); es fehlen: Birgit Steffen (Tourenmanagerin), Angela Rudolph (Schriftwartin).

30 Jahre THW-Fanclub Zebrasprotten, von links: Hans-Peter Bielefeld (komm. Erster Vorsitzender), Thomas Ehmsen (Beisitzer), Susanne Plieske (Festwartin), Benno Dubberstein (Kassenwartin); es fehlen: Birgit Steffen (Tourenmanagerin), Angela Rudolph (Schriftwartin).

Kiel. Fanfahrt nach Polen, auf dem Rückweg die Idee: Wir gründen einen Fanclub. Die Zebrasprotten waren geboren – mit 15 Mitgliedern. 30 Jahre später – das Jubiläum wurde am Saisonende mit einer großen Feier im Legienhof begangen. Geblieben sind die Schals, Trikots, Mützen, die Auswärtsreisen, Fanfreundschaften, die Liebe zu den Zebras, zu „ihren“ Stars, zum Handball. Nur sind sie nicht mehr 15 und auch nicht 180 wie vor rund zehn Jahren, sondern 470 Mitglieder. Hochzeit für THW-Fans.

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Aus dem Spröttchen von damals ist also ein ganzer Schwarm geworden, der augenscheinlich mit viel Zusammenhalt wirkt. Beim Treffen vor der Vorstandssitzung mit dem (kommissarischen) Ersten Vorsitzenden Hans-Peter Bielefeld, Birgit Steffen (Tourenmanagerin), Thomas Ehmsen (Beisitzer), Susanne Plieske (Festwartin) und Benno Dubberstein (Kassenwart) sprudeln die Erinnerungen nur so aus den Fans heraus. An das „erste Final Four in Köln“ 2010 erinnere sich Birgit Steffen besonders gern, die sich seit 1996 um die Organisation der Auswärtsfahrten kümmert. Oder an eine Reise mit 800 Fans nach Göteborg zum Auswärtsspiel bei IK Sävehof 2013, an Fahrten nach Barcelona. „Oder denk mal an die weiße Wand in Aalborg“, wirft Thomas Ehmsen ein. „Die Hälfte der Halle war schwarz-weiß.“

Die Fans in Block D sind berühmt-berüchtigt

Insgesamt, so Birgit Steffen, sei der „Zusammenhalt zwischen Mannschaft und Fans“ früher zwar stärker gewesen. Mit der Rückkehr von Viktor Szilagyi als Sportlicher Leiter an die Förde seien alte Werte jedoch zurückgekehrt. Beispiel Lemgo: Beim letzten Auswärtsspiel der Saison versammelte sich die gesamte Mannschaft am (funkelnagelneuen) Fanbus und verewigte sich auf dem Gefährt. Auch zu einzelnen Spielern wie Patrick Wiencek herrsche ein enger, offener Kontakt. Sparkassen-Arena, Block D, dritter Rang – berühmt-berüchtigt. Hier wird gesungen, gefeiert. Auswärts genauso. „Wir bringen viele Fans von den Auswärtsfahrten mit“, so Steffen. Oft Fans, die über den Club Karten für die Auswärtsspiele ergattern wollen.

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Nur ein Viertel der 470 Mitglieder kommt aus Kiel

Was die Verteilung der Mitglieder angeht, beschreibt Kassenwart Benno Dubberstein ein Phänomen: „Kieler machen nur maximal ein Viertel der Mitglieder aus.“ Der größte Teil kommt aus dem Kieler Umland, rund 15 Prozent aus dem Bundesgebiet. Das Durchschnittsalter liegt bei ungefähr 55 Jahren. Bei 470 Mitgliedern kann von „Nachwuchsproblemen“ keine Rede sein. Sorgen existieren trotzdem. Zum Beispiel die neuen Anwurfzeiten in der Handball-Bundesliga am Donnerstag und Sonntag, die für weniger Auswärtsfahrten sorgen. Bei der Jahreshauptversammlung am 15. August will sich Hans-Peter Bielefeld zur Wahl stellen, sagt: „Ich möchte den Verein gern wieder etwas mehr in die Öffentlichkeit rücken.“ Zuvor steht noch das traditionelle Kieler-Woche-Fanclub-Turnier am 29. und 30. Juni in der Helmut-Wriedt-Halle auf der Vereinsagenda, zu dem insgesamt zehn Fanclubs aus ganz Deutschland ihre Teilnahme zugesagt haben. Auch das wäre zu Zeiten von Marek Panas undenkbar gewesen.

Mehr zum THW Kiel lesen Sie hier.

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