Newsletter "Holstein Kiel - die Woche"

Böse Klatsche - und jetzt wird‘s undankbar

Kurz vor Ende der Partie wendeten sich fast alle Anhänger von Holstein Kiel im Gästeblock ab und supporteten die Mannschaft nur noch mit dem Rücken zum Feld.

Es war zum Wegschauen: Kurz vor Ende der Partie in Paderborn wandte sich der Kieler Gästeblock ab und supportete die Mannschaft nur noch mit dem Rücken zum Feld.

Moin, liebe Leserinnen und Leser,

dass ein Spektakel auf der Tagesordnung steht, wenn Holstein Kiel und der SC Paderborn aufeinandertreffen, ist keine große Prophezeiungskunst. Zumal beide Teams in dieser Saison besonders viel Offensivpower auf den Platz bringen. Dass den Störchen aber dermaßen die Flügel gestutzt werden, dass sie dermaßen gerupft werden, damit haben wohl nicht viele gerechnet. 2:7 lautet die Wahrheit. Und auch wenn die Niederlage zu hoch ist, Holstein selbst gut und gerne fünf, sechs Tore hätte schießen können: So gnadenlos wie Paderborn über weite Strecken auftrat, hätte es sogar noch schlimmer kommen können.

Reichlich Arbeit also für die Störche in der aktuellen Trainingswoche. Aber wie kommt man von so einem Tiefschlag direkt wieder in die Konzentration auf die eigenen Abläufe, auf Kieler Inhalte, auf den nächsten Gegner? Einsicht ist der erste Weg zur Besserung, und diese Einsicht lautet: „Uns hat die Intensität gegen den Ball, die du in der Zweiten Liga brauchst, komplett gefehlt. Es war zu wenig Kommunikation auf dem Platz“, sagt Mittelfeldspieler Philipp Sander. Ich ergänze: Auch in taktisch-strategischer Hinsicht wurden Fehler gemacht, Marvin Schulz in die Innenverteidigung zu stellen statt auf die Sechs, war vielleicht nicht die beste Idee. Immerhin: Es gab auch Lichtblicke. Einen im Besonderen: Steven Skrzybski bestätigte seine Form auch in der Niederlage, ist aktuell Holsteins große Torhoffnung.

Es kann eigentlich nur besser werden. Dass die Störche es besser können, steht außer Frage. Nur - ein Heimspiel gegen Sandhausen wird im Attribut „unangenehm“ eigentlich nur noch durch ein Auswärtsspiel in Sandhausen getoppt. Ausgerechnet jetzt Sandhausen. Im positivsten Sinne eklig, giftig, intensiv. Eben das, was Holstein in Paderborn vermissen ließ. Eine wirklich undankbare Aufgabe. Zumal Sandhausen bei weitem keine Tretertruppe ist, sondern einen durchaus gepflegten Offensivball spielen kann - nicht zuletzt mit der Flügelzange aus Ex-Kieler David Kinsombi, der vom HSV in die Kurpfalz wechselte, und seinem Bruder Christian.

Egal, gegen wen: Die Störche wollen Wiedergutmachung, wollen zeigen, dass der Aufschwung nicht nur temporär war. Sie wollen nicht zuletzt eine Reaktion zeigen. Die ist bitter nötig, für die Profis selbst, für die Tabelle, aber auch und vor allem für die Fans, die im Gästeblock in Paderborn zeitweise mit dem Rücken zum Feld Support leisteten. Vielleicht dient die Klatsche von Ostwestfalen ja als reinigendes Gewitter, wie das, das am Freitag und Sonnabend im Norden erwartet wird. Bei uns erfahren Sie, wie sich die Störche schlagen, ab 12 Uhr im Liveticker und im Anschluss wie gewohnt mit Spielbericht, Einzelkritik und Kommentar. Kommen Sie gut durchs Wochenende und viel Spaß beim Spiel!

 

Zitat der Woche

Das war eine Demütigung. Das einzig Positive ist, dass sich keiner verletzt hat.

Steven Skrzybski

Holstein-Angreifer

 

Bild der Woche

Trotz der Niederlage durften sich die Holstein Women von den Fans im Holstein-Stadion feiern lassen.

Trotz Auswärtsspiel der Störche gab es Jubel im Holstein-Stadion: Die Holstein Women spielten am Montagabend gegen den VfL Bochum um den Einzug in die zweite DFB-Pokalrunde. Und durften sich trotz der 1:2-Niederlage von den knapp 2300 Fans feiern lassen. Football has no gender!

 

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