Überraschungserfolg

Deutsches Team gewinnt Ocean Race Europe

Der Moment des Triumphes: Die deutsche Imoca-Jacht "Einstein" (links) geht mit einer Bootslänge Vorsprung vor der französischen "LinkedOut" über die Ziellinie des Küstenrennens vor Genua.

Der Moment des Triumphes: Die deutsche Imoca-Jacht "Einstein" (links) geht mit einer Bootslänge Vorsprung vor der französischen "LinkedOut" über die Ziellinie des Küstenrennens vor Genua.

Genua. Das Team unter deutscher Flagge setzte sich im Feld von fünf Imoca-Jachten nach drei Etappen durch Atlantik und Mittelmeer sowie zwei Küstenrennen mit 16 Punkten gegen Charlie Enrights US-Team „11th Hour Racing“ (15 Punkte) und die französische „LinkedOut“ (14) durch. In der zweiten Klasse VO65 setzte sich das portugiesische „Mirpuri“-Team durch.

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Die Entscheidung zugunsten der „Einstein“ fiel auf der Ziellinie der letzten Wettfahrt. Mit weniger als einer Bootslänge Vorsprung entschieden Stanjek, Phillip Kasüske (Berlin), die Britin Annie Lush und der französische Navigator Benjamin Dutreux das packende Bug-an-Bug-Duell mit „LinkedOut“ knapp für sich. Das reichte trotz Wettfahrtsieg der Amerikaner zum Gesamterfolg.

"Einstein" die einzige Imoca-Jacht ohne Foils im Feld

Das deutsche Team war mit einem zehn Jahre alten Boot als Außenseiter gestartet. Die „Einstein“ ohne Foils (Tragflächen) profitierte von einigen günstigen Wetterlagen mit eher leichteren Winden. Aber die Crew wusste sich auch immer wieder gut zu positionieren. „Ich bin in den letzten Minuten wohl drei Jahre gealtert. Es hätte gerne weniger spannend sein dürfen. Aber jetzt bin ich unheimlich glücklich“, sagte Stanjek.

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Zuvor waren die Nerven aller zwölf Teams in der VO65-Klasse und der Imoca-Klasse aufs Äußerste getestet. Die Flaute vor Genua hatte sich intensiv ausgebreitet, der Start musste um eineinhalb Stunden verschoben werden. Dann aber ging es mit einer leichten Brise am unteren Limit des Segelbaren auf den Kurs.

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Dass es zum Abschluss noch zu einem Rennen kam, stimmt auch Stanjek äußerst zufrieden. Zwar wäre bei einem Rennabbruch wegen Flaute das Offshore Team Germany ebenfalls Gesamtsieger gewesen, aber "es ist total schön, das Ganze seglerisch zu Ende zu bringen. Wir wollten beweisen, dass wir mit dem Druck umgehen können. Das ist ein tolles Gefühl", erklärte der Berliner.

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