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WM in Neuseeland

Einmal Silber und zwei Olympia-Tickets

Die Berliner 49er-Segler Erik Heil (li.) und Thomas Plößel gewannen bei der Weltmeisterschaft in Neuseeland die Silbermedaille.

Die Berliner 49er-Segler Erik Heil (li.) und Thomas Plößel gewannen bei der Weltmeisterschaft in Neuseeland die Silbermedaille.

Auckland.„Wir sind stolz auf unsere Leistung, wollen uns darauf aber nicht ausruhen“, sagte Steuermann Erik Heil trotz des verpassten Sieges. Die olympischen Bronzemedaillengewinner von Rio 2016 hatten das WM-Feld lange Zeit angeführt, am vorletzten Tag aber an Boden verloren. Die WM ging dann mit einem packenden Finaltag zu Ende: Zunächst rückten Heil/Plößel in den letzten Rennen der Hauptrunde mit einem Tagessieg dichter an die führenden Olympiasieger Peter Burling/Blair Tuke heran. Das Medaillenfinale absolvierten Heil/Plößel nach dominantem Start wie entfesselt. Sie mussten im Klassement mindestens drei Boote zwischen sich und den Neuseeländern bringen, um noch nach dem Titel greifen zu können.

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Top-Favorit Peter Burling zeigte unter Druck sogar kurz Nerven, rutschte aus seinen Fußschlaufen, ging für einige Sekunden über Bord und fiel mit seinem Partner bis auf Rang zehn zurück. Da schien der WM-Titel für das zeitgleich in den Top Drei segelnde deutsche Duo greifbar. Doch Burling kam blitzschnell ins Boot zurück und zeigte anschließend im Heimatrevier seine ganze Klasse, holte sich Platz um Platz zurück und kreuzte die Ziellinie mit seinem „Buddy“ Blair Tuke als Vierter hinter den in der Wettfahrt drittplatzierten Heil/Plößel.

Kieler Schmidt/Boehme verpassen Medal Race

Die Medaillen-Premiere bei einer WM macht den Berlinern Mut im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2020 vor Enoshima. „Es war eine Woche, die uns mit ihren vielseitigen Bedingungen als Allrounder in die Karten gespielt hat“, meinte Heil zufrieden. Wichtig war für ihn vor allem die Erkenntnis, dass die als Überflieger geltenden Burling/Tuke schlagbar sind. „Dieses Mal wäre es ohne unseren Ruderbruch zu Beginn der WM möglich gewesen. Es ist also möglich.“

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Die Kieler Justus Schmidt und Max Boehme hatten das Medaillenrennen als 12. verpasst, nach zwischenzeitlich großem Rückstand aber immerhin Schadensbegrenzung mit Blick auf die interne Olympia-Qualifikation betrieben. 13 Punkte beträgt ihr Rückstand auf Heil/Plößel nun nach dem ersten von drei Ausscheidungsevents.

Skiff-Frauen und Nacras sichern Nationenstartplatz

Mit einem Dämpfer endete die Weltmeisterschaft für Tina Lutz und Susann Beucke (Chiemsee/Strande). Die 49erFX-Seglerinnen waren als Gesamt-Dritte mit Medaillen-Hoffnungen ins Finale gestartet. In Führung liegend kenterten sie in den starken Winden und beendeten die Welttitelkämpfe als starke Fünfte. Ihr wichtigstes Ziel erreichten Lutz/Beucke wie auch die Kieler Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer als Zwölfte im Nacra 17. Für beide Disziplinen ist der deutsche Nationenstartplatz für Olympia 2020 gesichert.

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