Galopprennsport

Diamantis ist der Marathon-Star beim Derby-Meeting in Hamburg

Souveräner Sieg für Diamantis, Jockey Martin Seidl und Trainer Andreas Suborics im „Langen Hamburger“, der seit 1862 in Hamburg-Horn gelaufen wird.

Souveräner Sieg für Diamantis, Jockey Martin Seidl und Trainer Andreas Suborics im „Langen Hamburger“, der seit 1862 in Hamburg-Horn gelaufen wird.

Hamburg. Am zweiten Tag der Rennwoche bei strahlendem Sonnenschein holte sich Diamantis unter Jockey Martin Seidl für den Stall Ritterbusch der Neusser Familie Fritsche den souveränen Sieg im Rennen „Langer Hamburger“ (Listenrennen, 22.500 Euro) über weite 3200 Meter.

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Der Rennverlauf am Mittwochabend war für den Dritten des Hoppegartener Oleander-Rennens wie gemalt. An dritter Stelle hinter Ankunft und Sea of Sands hatte Diamantis stets Kontakt zur Spitze, und auf der Zielgeraden erfolgte bald der alles entscheidende Angriff. Locker mit dreieinviertel Längen setzte sich der nun beim zwölften Start zum dritten Mal siegreiche Sohn des Arc-Siegers Golden Horn von der Gegnerschaft ab. Der Lohn im „Hamburg-Marathon“ der Galopper: 13.500 Euro.

„Diamantis ist in diesem Jahr immer gute Rennen gelaufen. Zuletzt war er unter anderem hinter dem später in Amerika erfolgreichen Loft. Aus Box eins hatten wir alles ideal, er zog riesig an“, kommentierte Jockey Martin Seidl.

Jetzt ins Irish St. Leger?

Trainer Andreas Suborics erklärte: „Wir haben bewusst auf ein Rennen in Köln verzichtet und ihm nach dem Grupperennen in Hoppegarten sechs Wochen Pause gegeben. Zu Hause hatte er sehr gut gearbeitet. Als mit Sea of Sands ein Hauptkonkurrent gegen die Hand seines Reiters ging, da wusste ich schon, dass wir aus der guten Lage beste Chancen haben würden. Diamantis war das spritzigste Pferd. Ein Grupperennen in Frankreich und danach das Irish St. Leger sind die möglichen nächsten Aufgaben.“

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Noch sehr viel Boden machte die Stute Lubiane als zweite gut. „Dabei war der Boden nicht weich genug“, meinte ihr Betreuer Pavel Vovcenko. Auch Normfliegerin setzte sich als Dritte noch gut in Szene vor dem Vorjahreszweiten Sioux, der sich erneut wacker schlug. Sea of Sands baute an zweiter Stelle wie die führende Ankunft früh ab, auch Rennstall Darbovens Sir Polski fand als Sechster nicht in die Partie.

Vielversprechender Karrierestart

Begonnen hatte der Abendrenntag mit insgesamt sechs Prüfungen mit einer 1.400 Meter-Konkurrenz für zweijährige Stuten. Im kleinen Viererfeld gab Gestüt Brümmerhofs Evina (4:1) einen Einstand der besten Sorte, denn sie entwickelte gegenüber der Favoritin Auenfeuer, sowie Skathi und der länger führenden Waldeza die größten Reserven.

„Sie hatte mir zu Hause schon sehr gut gefallen“, sagte Jockey Martin Seidl. Und Trainer Andreas Suborics (Köln), der wie der Reiter einen Doppelsieg an diesem Abend feierte, fügte hinzu: „Als sie vorne war, zeigte sich Evina noch ein wenig unreif, aber sie hat sich gut vorgestellt. Wir hatten sie vor zwei Wochen bei einer Breeze-up-Auktion gekauft, daher hatte sie noch keine Nennungen für bessere Aufgaben. Sie wird sicherlich ein Engagement für das Zukunftsrennen in Baden-Baden bekommen, zuvor ist auch ein Listenrennen in Frankreich ein Thema.“

Top-Quoten in den Viererwetten

Zwei mit jeweils 10.000 Euro Garantie-Auszahlung versehene Viererwetten ragten für das Wettpublikum heraus. In einem 1.800 Meter-Handicap gab es für die Reihenfolge Vendetta (6,3:1; B. Murzabayev) – Lotte – Neala – Victorio die sehr attraktive Quote von 3.231,4:1 Euro. Die Siegerin Vendetta aus dem Hoppegartener Rennstall von Roland Dzubasz beendete eine Durststrecke seit dem November 2020.

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Noch mehr Geld brachte die Viererwette in einem 2.400 Meter-Ausgleich IV, als die von Sarka Schütz ebenfalls in Hoppegarten trainierte Ilina (15,2:1) mit der Münchenerin Sarah Biessey noch spät nach vorne kam und Schönheit, Shahzan sowie Nantucket überspurtete. Die Quote hier: 8.345,2:1 Euro.

Seinem Baden-Badener Treffer ließ der immerhin schon siebenjährige Wallach Asaaleeb (11,2:1) in einem 1.400 Meter-Ausgleich III gleich einen weiteren Sieg folgen, als sein nervenstarker Jockey Michael Cadeddu die auf viele Längen enteilte Olala Dubai noch kurz vor dem Ziel schnappte. „Ein enorm treues Pferd“, charakterisierte Cadeddu den Schützling des Warendorfer Besitzertrainers Erwin Hinzmann treffend.

Im abschließenden 1.600 Meter-Rennen, benannt nach der anschließend stattfindenden After Race Party, kam Sabine Goldbergs Schimmelstute Magic Carousel (Quote: 3:1) aus dem Quartier von Bohumil Nedorostek (Hannover) mit Gavin Ashton, der nach einem Beinbruch wieder in Top-Form agiert, zu einem beeindruckenden ersten Karrieretreffer gegen Saba Storm und Speedy View.

Großartiger Umsatz in Deutschland und in Frankreich

Sehr angetan waren die Verantwortlichen des Hamburger Renn-Clubs mit dem zweiten Renntag am Mittwoch. 234.932,98 Euro flossen in den sechs Prüfungen durch den Totalisator. Und in den vier PMU-Rennen, die in die über 13.000 Wettannahmestellen nach Frankreich übertragen wurden, erreichte man über 1,5 Millionen Euro Gesamtumsatz, der höchste Gesamtumsatz in 2022. Das waren pro Rennen rund 377.000 Euro und der höchste PMU-Umsatz pro Rennen in Deutschland der vergangenen Jahre.

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„Wir können mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein. Auch hatten wir viel Glück mit dem Wetter. Das Geläuf präsentiert sich in einem Top-Zustand. Wir werden am Abend vor dem Derby die Bahn ausstecken, so dass beste Bedingungen herrschen werden“, sagte HRC-Vorstandsmitglied Volker Linde.

Volles Programm am Freitag

Fortgesetzt wird das IDEE Derby-Meeting am Freitag, 1. Juli, wenn das große Final-Wochenende startet. Zwölf Rennen werden an diesem Tag ab 11:35 Uhr ausgetragen. Höhepunkt ist der Große Preis von Lotto Hamburg.

Absoluter Fixpunkt der fünf Renntage ist das IDEE 153. Deutsches Derby (Gruppe I, 650.000 Euro, 2.400 m) als Highlight der gesamten Rennsaison hierzulande am Sonntag, 3. Juli.

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