Glückliche Rugbyspielerin: ein Interview der guten Laune

Lebensfreude pur: Die neuseeländische Rugbyspielerin Ruby Tui hat viele mit ihrem Interview nach dem Viertelfinale begeistert.

Lebensfreude pur: Die neuseeländische Rugbyspielerin Ruby Tui hat viele mit ihrem Interview nach dem Viertelfinale begeistert.

Oft sind Interviews mit Sportlern nicht ganz so spritzig, witzig. Gestanzte Antworten sind insbesondere eine Spezialität von Profifußballern („Jetzt muss jeder 110 Prozent geben”, „Wir haben die Räume eng gemacht”, „Abgerechnet wird am Schluss” sind nur drei von vielen Beispielen).

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Ein Interview der ganz anderen Art hat dagegen Neuseelands Rugbyspielerin Ruby Tui jüngst gegeben. Eines, das erfrischt und wirklich gute Laune macht. Kein Wunder, weshalb es sich auch im Netz rasend schnell verbreitet hat.

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Echtes Lob für die Gegnerinnen

Nach dem Viertelfinale bei den Olympischen Spielen und einem 36:0-Kantersieg am Freitag gegen die Russinnen spricht die 29-Jährige mit der BBC-Reporterin Jo Currie. Die braucht eigentlich gar keine Frage mehr zu stellen, aus Ruby Tui sprudeln die Worte nur so heraus. Glücklich und stolz gestikuliert sie vor der Kamera, beantwortet fröhlich und ausführlich jeden Punkt. Dabei hat sie ein so gewinnendes Lächeln, dass sie auch die BBC-Reporterin damit ansteckt.

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Die Rugbyspielerin lobt ihre Gegner („Ja, Russland, das sind wirklich coole Leute”) und schenkt ihnen obendrein noch einen Applaus. Nicht, um sie nach dem deutlichen Sieg zu demütigen, sondern um den Spielerinnen dennoch Respekt zu zollen: „Das Ergebnis sieht danach aus, als ob es einfach war, aber es war nicht so einfach, macht euch da mal nichts vor.”

Dabei kann kaum jemand die Neuseeländerin zu Beginn des Interviews verstehen. Ihre ersten Worte seien Samoanisch (Amtssprache in Samoa und Amerikanisch-Samoa), teilte später ihr Manager auf Anfrage des Schweizer Nachrichtenportals Watson mit. Tui drücke damit ihre Dankbarkeit aus. Nach dieser kurzen Spracheinführung redete sie aber fröhlich auf Englisch weiter.

„Liebe und Frieden, ich hab euch lieb“

Als die Sportjournalistin das Gespräch irgendwann beenden will, weil es anfängt zu regnen, ist Ruby Tui davon wenig beeindruckt. „Welcher Regen? Lass es donnern! Wir sind bei den Olympischen Spielen. Lasst uns alle glücklich sein. Auf einen fairen und friedlichen Wettbewerb”, ruft sie fröhlich. Und schiebt beim Gehen in die Kabine hinterher: „Liebe und Frieden, ich hab’ euch lieb.” Besser kann man den olympischen Gedanken nicht artikulieren.

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Zu dem Zeitpunkt weiß die Sportlerin noch gar nicht, dass für sie und ihre Mannschaft alles noch viel besser laufen wird: Denn Neuseeland hat am Samstag erstmals Olympiagold im Rugby gewonnen. Die „Black Ferns” (Schwarzen Farne) besiegten im Olympiastadion von Tokio im Siebener-Finale der Frauenkonkurrenz Frankreich mit 26:12. Jetzt wäre ein weiteres Interview mit Ruby Tui angebracht.

RND/hma

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