Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

American Football

Haben die Kiel Baltic Hurricanes das Zeug zum Partycrasher in Dresden?

Ob Canes-Kapitän Benedikt Englmann (links) nach seinem Knock-out in Braunschweig in Dresden schon wieder spielen kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden. So oder so wollen die Kieler um Marian Bäcker (Mitte) und Fritjof Richter vor über 6000 Fans selbstbewusst auflaufen.

Ob Canes-Kapitän Benedikt Englmann (links) nach seinem Knock-out in Braunschweig in Dresden schon wieder spielen kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden. So oder so wollen die Kieler um Marian Bäcker (Mitte) und Fritjof Richter vor über 6000 Fans selbstbewusst auflaufen.

Kiel/Dresden. Es ist noch nicht lange her, dass die Kiel Baltic Hurricanes in den Stadien der German Football League vor ein paar verstreuten Fans und Familienmitgliedern auf Punktejagd gingen. Umso größer wird der Kontrast, wenn sie am Sonnabend (18 Uhr, Livestream auf Sportdeutschland.tv) im Rudolf-Harbig-Stadion bei den Dresden Monarchs auflaufen. Über 6000 Tickets hat der amtierende deutsche Meister für das Football-Spektakel verkauft, das er anlässlich seines 30. Geburtstages ausrichtet. Und sich dafür extra die Kieler als Gegner wünschte.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Denn beide Vereine verbindet eine freundschaftliche Rivalität. Gegen die Kiel Baltic Hurricanes stiegen die Monarchs 2002 erstmals ins deutsche Football-Oberhaus auf. In den Play-offs lieferten sich die Teams das eine oder andere rassige Duell – nicht zuletzt auf der berüchtigten Kieler Moorteichwiese.

Remis in Braunschweig gut für Moral der Kiel Baltic Hurricanes

Eine ganz andere Kulisse bietet am Sonnabend das Dresdener Stadion, in dem noch am Dienstag die Fußballer die Zweitliga-Relegation gegen Kaiserslautern verloren – und die Fans außer Rand und Band gerieten. Und auch wenn bei den Kielern kaum einer der jungen Spieler aus dem Team eine vorpandemische Stadionauslastung gewohnt ist, freuen sie sich auf die Partie. „Das ist eine tolle Sache, dass wir dieses Spiel bestreiten dürfen“, sagt Headcoach Timo Zorn.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Dass sich die Canes gegen die Favoriten der Staffel nicht verstecken müssen, bewiesen sie zum Auftakt vor einer Woche bei Rekordmeister Braunschweig, wo sie einen 0:14-Rückstand noch in ein Remis verwandelten, sogar die Chance auf einen Sieg gehabt hätten. "Das war extrem gut für die Moral", so Zorn, der nach der Trainingswoche schwärmte: "Diese Truppe macht einfach Spaß."

Holt Dresden seinen Meister-Quarterback zum Kiel-Spiel zurück?

Dresden indes verlor sein erstes Spiel mit 21:24 bei den Potsdam Royals. Für große Unruhe bei den Monarchs sorgte dieser Umstand allein noch nicht – hatten die Monarchs doch auch in der Vorsaison zum Auftakt verloren. Die einzige Niederlage in der Spielzeit, die sie mit ihrem ersten German-Bowl-Sieg krönten. Weitaus heftiger traf sie die schwere Knieverletzung von Quarterback Austyn Carta-Samuels, der für den Rest der Saison ausfällt.

Wird Dresden also zur Wundertüte für die Canes? Nicht unbedingt. Denn in Football-Kreisen ist zu hören, dass die Monarchs ihren Meister-Spielmacher, Carta-Samuels jüngeren Bruder Kyle J., nachverpflichten könnten. Womöglich schon gegen die Kieler könnte die Monarchs-Offense damit wieder auf meisterlichem Niveau agieren. Denn beide Carta-Samuels Brüder, die in den USA eine Quarterback-Schule betreiben, gelten als exzellente Regisseure im modernsten NFL-Stil à la Patrick Mahomes.

Englmann-Einsatz bei Kiel Baltic Hurricanes fraglich

Auch die Baltic Hurricanes reisten am Freitag mit einem Fragezeichen auf einer Schlüsselposition nach Dresden: Team-Captain Benedikt Englmann, der in Braunschweig mit einer Gehirnerschütterung vom Platz musste, trainierte unter der Woche nicht mit dem Team, wird aber im Kader stehen. Ob er auf dem Feld eingreifen kann, entscheidet sich laut Zorn erst am Spieltag. „Sein Ausfall würde bei uns natürlich ins Gewicht fallen“, sagt der Headcoach über den Wide Receiver. In Braunschweig sprangen Michel Peschel und Klaas Sengstacke in die Bresche. „Sie haben einen hervorragenden Job gemacht und in kritischen Situationen wichtige Bälle gefangen“, sagt Zorn. „Ich bin sicher, sie sind bereit, noch einen weiteren Schritt zu machen.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die Hurricanes als Partycrasher? Es wäre nicht das erste Mal. 2017, beim Jubiläumsspiel zum 25. Monarchs-Bestehen, lagen die Kieler früh mit 0:21 zurück, siegten am Ende aber mit 49:42. Und ihre Comeback-Qualitäten haben sie diese Saison ja schon bewiesen.

Mehr aus Sport regional

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.