Newsletter "Holstein Kiel - die Woche"

Holstein Kiel: Krisenklub beim Krisenklub

Moin, liebe Leserinnen und Leser,

gegen den FC Hansa Rostock gab es mal wieder keinen Sieg, Holstein steht nun bei vier Zweitligaspielen ohne Dreier in Serie. In der Tabelle bedeutet das weiterhin Platz neun - solide auf den ersten Blick. Aber auch eine trügerische Sicherheit: Das Mittelfeld des Fußball-Unterhauses ist durch die Ergebnisse des vergangenen Wochenendes nochmal enger zusammengerückt. Für Holstein bedeutet das: nur vier Zähler Rückstand auf Rang vier - aber gleichzeitig auch nur vier Punkte Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz 16. Während der HSV an der Tabellenspitze seine Kreise zieht, Darmstadt und Paderborn noch einigermaßen folgen können, dümpelt die KSV im tristen Mittelfeld rum.

Was also ist die Bilanz der ersten zehn Spieltage dieser Saison? Und was die der ersten zwölf Monate von Chefcoach Marcel Rapp? Im Interview mit meinem Kollegen Marco Nehmer mahnte der Übungsleiter vor Panik, sieht sein Team nicht in einer Stagnationsphase der Entwicklung und bricht die aktuelle Misere vor allem auf die fehlende Effektivität vor dem gegnerischen Kasten herunter. „Ich will nicht sagen, dass am Ende nur die Tore fehlen. Aber hauptsächlich sind es eben die Tore“, so Rapp. Das war gegen Rostock so, das war in der Anfangsphase gegen den HSV so, das war in dieser Saison schon zu oft so. Ein Tor würde dem Spiel gut tun - eine Binse. Aber wahr. Holstein muss sich aus der Krise schießen.

Krisenstimmung herrscht derzeit gleich an mehreren Fronten. Am Freitag eskalierte der Streit zwischen der aktiven Fanszene und der KSV-Klubführung. Die Liste der gegenseitigen Vorwürfe ist lang. Während der Verein vor allem den entstandenen Schaden durch das Abbrennen von Pyrotechnik moniert und als Reaktion den Ultras gleich eine ganze Handvoll Privilegien gestrichen hat, beklagen die KSV-Anhänger die fehlende Kommunikation von Vereinsseite und dessen Reaktion als völlig übertrieben. Es ist eine verfahrene Situation. Die dazu führte, dass die aktiven Fans den Support für die Störche mit Anpfiff der Partie gegen Rostock einstellten, Teile sogar das Stadion verließen. Und auch in Nürnberg, so lautet die Ankündigung, soll es still bleiben im Gästeblock. Das letzte Wort ist in diesem Zwist wohl noch lange nicht gesprochen. Vor allem weil aktuell gar nicht miteinander gesprochen wird.

Krise Nummer drei trägt Rot und kommt aus Franken: Holsteins kommender Gegner, der 1. FC Nürnberg, ist mit großen Ambitionen in die Saison gestartet und hat eine beinahe beispiellose Talfahrt hinter sich. Die Krise der Clubberer ist nochmal eine Nummer größer als die der Kieler - am Montag setzte Sportchef Dieter Hecking daher Trainer Robert Klauß vor die Tür. Und heuerte mit Markus Weinzierl einen bekannten Namen an, der nun das Potenzial aus dem FCN-Kader herausquetschen soll. Platzt der Knoten schon gegen Holstein? Für die Störche sind die Vorzeichen vor der Partie durch die Situation beim „Club“ auf jeden Fall nicht eben angenehmer geworden. Neue Besen kehren manchmal eben auch im Fußball gut, davor warnt auch KSV-Flügelflitzer Fabian Reese

Wessen schwarze Serie reißt und wer einen Befreiungsschlag landen kann - oder ob am Ende gar Nürnberg und Holstein weiter auf der Stelle treten, erfahren wir am Sonntag. Wir schnüren für Sie unser gewohntes Programm: Liveticker ab 12 Uhr, nach der Partie Spielbericht mit Statistik, die Einzelkritik mit der Möglichkeit für Sie, selbst Noten für die Störche zu vergeben, sowie den Nachspielzeit-Kommentar. Ich wünsche Ihnen viel Spaß und ein schönes Fußball-Wochenende!

Ihr Niklas Schomburg, Holstein-Reporter

 

Zitat der Woche

Ich finde es schade, dass die Fronten zwischen Klub und Fans anscheinend so verhärtet sind. Wie gegen Rostock aus dem Stadion zu gehen und den Support einzustellen, das ist ja fast schon die letzte Eskalationsstufe.

Marcel Rapp,

Trainer der KSV Holstein

 

Bild der Woche

"Kollektivstrafen für den ganzen Block - nicht mit uns!": Mit dem Anpfiff stellten die aktiven Fans der KSV ihren Support ein und verließen ihren angestammten Platz auf der Westtribüne des Holstein-Stadions.

"Kollektivstrafen für den ganzen Block - nicht mit uns!": Mit dem Anpfiff stellten die aktiven Fans der KSV ihren Support ein und verließen ihren angestammten Platz auf der Westtribüne des Holstein-Stadions.

 

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