Newsletter "Holstein Kiel - die Woche"

Holstein Kiel: Zurück im kalten Storchennest

Dick eingemummelt in der Kieler Kälte: Die Holstein-Kiel-Profis Haule Wahl (v.li.), Stefan Thesker, Alexander Mühling und Hólmbert Aron Fridjónsson auf dem Trainingsplatz in Projensdorf.

Dick eingemummelt in der Kieler Kälte: Die Holstein-Kiel-Profis Haule Wahl (v.li.), Stefan Thesker, Alexander Mühling und Hólmbert Aron Fridjónsson auf dem Trainingsplatz in Projensdorf.

Moin, liebe Leserinnen und Leser,

geht Ihnen dieses Schietwedder auch so auf die Nerven wie mir? Drückt es Ihnen auch so aufs Gemüt? Stellen Sie sich dazu mal vor, sie kämen gerade aus der Sonne und vom palmengesäumten Hotel-Pool zurück in die Kälte – brrr. Genau so erging es den Kieler Störchen am vergangenen Sonntag. Nach einer Woche im Trainingslager in Oliva Nova in Spanien ist Fußball-Zweitligist Holstein Kiel zurück in der Heimat. Hier soll nun der Feinschliff für eine erfolgreiche Rückrunde vorgenommen werden.

Das Camp-Fazit der Verantwortlichen fiel dabei fast durchweg positiv aus. Ordentliche Plätze, gute Unterkunft, sehr gutes Niveau im Training, so lautete der Trainingslager-Dreiklang von KSV-Chefcoach Marcel Rapp. Doch es mischten sich auch kritische Töne in den Oliva-Nova-Akkord. Nach dem guten 1:1 gegen den rumänischen Meister CFR Cluj stellte das 1:2 gegen Arminia Bielefeld am Abschlusswochenende nicht alle zufrieden. Und was war da eigentlich mit dem Essen los? Rohes Hühnchen, ungenießbarer Lachs – kurzum: keine sportlergerechte Nahrung. So formulierte es zumindest Uwe Stöver, Maître de Cuisine - Verzeihung: Sportchef der KSV.

Was wohl Karsten Neitzel zu derlei Animositäten sagen würde? Der ehemalige Holstein-Trainer erwärmt sich bekanntermaßen besonders für „Ost-Penne“, also Nudeln mit gewürfelter Jagdwurst in Tomatensauce – lernte während seiner Zeit als Coach in Malaysia aber auch die südostasiatische Küche kennen. Was er als Übungsleiter beim Klub des Kronprinzen noch so alles erlebte, hat er meinem Kollegen Matthias Hermann erzählt. Ein interessanter Einblick in den Fußball am anderen Ende der Welt.

Zurück nach Kiel. Oder besser gesagt aus Kiel nach Mannheim? Denn Störche-Innenverteidiger Nico Carrera könnte auf dem Absprung stehen, war vorzeitig aus dem Kieler Trainingslager abgereist, um beim Drittligisten SV Waldhof Mannheim vorzuspielen. Nach Probetraining und einem Einsatz im Testspiel gegen Hoffenheim II kehrte der Mann mit dem mexikanischen und dem US-Pass aber vorerst zurück nach Kiel, trainierte am Mittwoch nach zwei freien KSV-Tagen wieder mit seinen Vereinskollegen. Es bleibt abzuwarten, ob Carrera die KSV auf Leihbasis verlässt – auch Spekulationen über mögliche (wie auch immer geartete) Abgänge anderer Kieler wie von Marcel Benger oder des zurückgekehrten Hólmbert Aron Fridjónsson entbehren nicht gänzlich jedweder Grundlage.

Und dann ist da ja noch die Frage nach Wohl oder Wehe der Personalie Robin Himmelmann. Der Keeper, der das KSV-Trainingslager mit absolvierte, fehlte beim Re-Start in Kiel – allerdings „wegen eines Termins“, wie es hieß. Ob das einer mit seinem Berater war, um die eigene Verhandlungsposition für Vertragsgespräche mit Holstein zu fixieren? Wir wissen es nicht. Wahrscheinlich nicht. Aber man kann sich ja mal so was ausmalen. Auch hier gilt: Kommt Zeit, kommt Rat. Nach der Generalprobe der Störche für den Rückrundenstart (am nächsten Wochenende gegen Fürth), die an diesem Sonnabend bei Hannover 96 steigt, werden wir in mehrerlei Hinsicht klüger sein.

Ich wünsche Ihnen noch eine schöne letzte Woche ohne Zweitliga-Fußball, bleiben Sie gesund und halten Sie sich warm!

Ihr Niklas Schomburg, Holstein-Reporter

 

Zitat der Woche

Durch Corona hatten wir im Sommer gerade mal zwölf Spieler, die mehr als 90 Prozent der Trainingseinheiten absolviert hatten. Jetzt haben über 20 Spieler 90 Prozent der Einheiten absolviert.

Marcel Rapp,

Holstein-Trainer, zur entspannten Personalsituation der KSV im Vergleich zur Sommervorbereitung

Bild der Woche

Nach mehr als einer Woche Trainingslager-Abwesenheit präsentierten sich die Kieler Fußballer um die Torhüter Tim Schreiber und Timon Weiner (von vorn) wieder den großen und kleinen Fans in Projensdorf - die eine gute Stunde auf ihre Störche warten mussten: Das Training war für 15.30 Uhr angesetzt, begann nach kurzfristig einberufener Besprechung aber erst um 16.30 Uhr.

Nach mehr als einer Woche Trainingslager-Abwesenheit präsentierten sich die Kieler Fußballer um die Torhüter Tim Schreiber und Timon Weiner (von vorn) wieder den großen und kleinen Fans in Projensdorf - die eine gute Stunde auf ihre Störche warten mussten: Das Training war für 15.30 Uhr angesetzt, begann nach kurzfristig einberufener Besprechung aber erst um 16.30 Uhr.

 

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