CSI**** Hof Waterkant

Patrick Stühlmeyer wird in Pinneberg zum umjubelten Seriensieger

Patrick Stühlmeyer zeigte beim CSI**** Hof Waterkant in Pinneberg beste Leistungen, die im Sieg im Großen Preis von Holstein präsentiert vom Grand Prix Club Hof Waterkant mündeten. Er saß im Sattel des erst neunjährigen Fuchshengstes Drako de Maugre.

Patrick Stühlmeyer zeigte beim CSI**** Hof Waterkant in Pinneberg beste Leistungen, die im Sieg im Großen Preis von Holstein präsentiert vom Grand Prix Club Hof Waterkant mündeten. Er saß im Sattel des erst neunjährigen Fuchshengstes Drako de Maugre.

Pinneberg. Reiter und Besucher fieberten dem sportlichen Höhepunkt des höchstdotierten Springturniers in Europa an diesem Augustwochenende gleichermaßen entgegen. Der, ganz nebenbei bemerkt, außerdem Qualifikation für die Europameisterschaften 2023 war und in dem ein Preisgeld von 100.000 Euro ausgeschüttet wurde.

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50 Teilnehmer hatten sich qualifiziert, zehn mit tadellosen Darbietungen in das Stechen der 1,60 Meter-Prüfung geschafft. Und einer flog kurz nach seinem finalen Ritt Gastgeberin Janne Friederike Meyer-Zimmermann noch auf dem Abreiteplatz um den Hals und jubelte: „Janne, das ist der Hammer, ich habe den Großen Preis bei Deinem Turnier gewonnen!“. Das war Patrick Stühlmeyer. Mit dem Selle Français-Hengst Drako de Maugre v. Kannan unterbot er – was viele für nicht mehr möglich hielten – die Top-Zeit des Italieners Emanuele Gaudiano mit dem Wallach Chalou um sieben Hundertstel. Null Fehler in 39,21 Sekunden waren auf der Anzeigetafel zu lesen. Das war das beste Ergebnis, das die Zuschauer an diesem sonnigen Sonntag zu sehen bekamen: was für ein Triumph! Denn: Patrick Stühlmeyers Arbeitgeber Paul Schockemöhle hat den großrahmigen neunjährigen Fuchs vor fünf Wochen gekauft, das CSI Hof Waterkant war erst das dritte gemeinsame Turnier des Paares. Der 32-jährige Sieger strahlte: „Es ist unglaublich. Heute ist uns alles gelungen. Vergangene Woche in Rastede waren wir im Großen Preis noch Zweite. Aber Drako ist einfach ein grundschnelles Pferd, deshalb stehen wir heute ganz vorne und ich bin sehr stolz auf ihn.“

Hinter dem zweitplatzierten Emanuele Gaudiano, für dessen Oldenburger Chalou v. Chacco-Blue wiederum Paul Schockemöhle züchterisch verantwortlich zeichnete, reihte sich die Deutsche Meisterin der Springreiterinnen, Katrin Eckermann aus Sassenberg-Füchtorf, mit ihrer neunjährigen Rheinländer Stute Chao Lee v. Comme il faut ein. An vierter Position rangierte der in Itzehoe beheimatete gebürtige Schwede Rolf-Göran Bengtsson mit dem Holsteiner Verbandshengst Zuccero v. VDL Zirroco Blue. Und auch Züchter Hanno Köhncke aus Badendorf konnte sich freuen: Er erhielt einen Sonderehrenpreis in Höhe von 1.000 Euro gegeben vom Unternehmen Equine 74 für das beste Holsteiner Pferd. Für einen Schreckmoment sorgten Philipp Rüping, ebenfalls Bereiter im Stall von Paul Schockemöhle in Mühlen und beim Turnier als erfolgreichster Reiter ausgezeichnet, und sein Holsteiner Hengst Casallco: Das Paar stürzte im Stechen, nach einem Schreckmoment gab der Tierarzt anschließend vorsichtig Entwarnung. Casallco gehe es wieder gut. Zur Sicherheit werde er aber zur endgültigen Diagnose in die nächstliegende Klinik gebracht.

Und noch mal Stühlmeyer und Gaudiano

Die zwei Erstplatzierten im Großen Preis von Holstein zeigten die ganzen Turniertage über Bestleistungen im Parcours. So auch kurz vor dem gefeierten Veranstaltungsabschluss: Die sieben- und achtjährigen Nachwuchspferde traten in der Inpro Electric Youngster Tour zum Finale an. Und in der Zwei-Phasen-Springprüfung stand ein Paar vorne, das schon in der Youngster-Tour am Freitag den Sieg für sich verbucht hatte: Patrick Stühlmeyer und Ograndos PS, siebenjähriger Oldenburger Wallach v. Ogano Sitte. Null Fehler in 31,66 Sekunden lautete dieses Mal das goldene Ergebnis. Das Ziel der beiden hat Stühlmeyer für diese Saison bereits vor Augen: bei den Bundeschampionaten in Warendorf ganz vorne zu stehen. Hinter dem Sieger reihte sich einmal mehr der Italiener Emanuele Gaudiano mit seinem KWPN Wallach Julius D. (0/31,93) vor Rolf-Göran Bengtsson mit seinem Holsteiner Wallach Caillan v. Casall (0/32,22) ein.

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Auch die Non-Profis traten am Sonntag zum letzten Mal in der TheurerTrucks 2Go Amateure Tour an. Der CG Elementum Amateur Grand Prix offerierte Aufgaben über 1,15 Meter, 1,30 Meter und 1,40 Meter. Sita König (SUI) und Amadeo S, Frieda Raupach vom RFV Holdorf e.V. auf Zandro de Laubry Z und Daniela Haase (RSC Handorf-Langenberg e.V.) mit Kyamant van’t Spielveld hießen die Sieger der drei Prüfungen. Und es gab drei Sonderehrenpreise der TheurerTrucks 2Go Amateur Tour, nämlich für den erfolgreichsten Reiter der Small, Medium und Large Tour: Lea Paulinski (RuFV Gettorf/Eckernförde/Dänischenhagen) und Baloufino wurde Beste in der Small Tour. Victoria Schumacher (RSG Frankenhof Sonnefeld e.V.) und Gomez TN setzten sich in der Medium Tour an die Spitze und Emmy Pauline Kröger (Norddeutscher und Flottbeker Reiterverein e.V.) und Dacento H wurden in der Large Tour zum Maß der Dinge.

Das CSI Hof Waterkant Interview mit Janne Friederike Meyer-Zimmerman

Das war das CSI**** Hof Waterkant: Spitzensport im Parcours und besondere Veranstaltungs-Highlights an allen Tagen drum herum: die AGM Driving Experience, ein Live-Auftritt von Johannes Oerding mit Tausenden begeisterten Besuchern, die Fohlenauktion des Holsteiner Verbandes mit einem Durchschnittspreis von über 20.000 Euro und das Hof Waterkant Sommerfest mit Live Musik. Dazu eine stilvolle Ausstellung mit vielen Lifestyle-Produkten und allem, was Reiterherzen höherschlagen lässt. Über 25.000 Gäste genossen an den fünf Tagen Atmosphäre und Ambiente dieses einmaligen Events. Janne Friederike Meyer-Zimmermann schloss den Großen Preis von Holstein mit ihrem Hannoveraner Büttner’s Minimax auf Position sechs ab und zog im Interview ein Fazit.

¬ Janne Friederike Meyer-Zimmermann, Gastgeberin und Top-Sportlerin.

¬ Janne Friederike Meyer-Zimmermann, Gastgeberin und Top-Sportlerin.

Janne, Glückwunsch zur Top-Platzierung im Großen Preis. Bist Du mit Eurem Ergebnis zufrieden?

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Janne Frederike Meyer-Zimmermann: In mir schlagen im Moment zwei Herzen, eins als Sportlerin und eins als Veranstalterin. Der Sport stand an diesem Wochenende nicht an erster Stelle, aber ich wollte natürlich mitmachen: Ich bin unendlich glücklich und auch etwas gerührt, dass Büttner`s Minimax hier so ein Comeback hat. Er war lange verletzt, wir haben ihn sehr behutsam aufgebaut. Da geht ein großer Dank an mein gesamtes Team, das ihn immer bei Laune gehalten hat. Er hat diese Regenerationszeit gebraucht, wir haben ihn vorsichtig wieder antrainiert und schon lange den Eindruck gehabt, dass er wieder gut drauf ist. Aber ich bin ihn bis jetzt noch nicht ganz schwer geritten. Für den Großen Preis hatte ich gar nicht mit ihm geplant, sondern mit Messi van’t Ruytershof. Nun kam alles anders, Messi ist schon auf dem Weg zur Weltmeisterschaft nach Herning und ich bin so glücklich, dass Minimax hier zeigen konnte, was in ihm steckt.

Und was ziehst Du für ein Fazit unter das CSI**** Hof Waterkant?

Janne Friederike Meyer-Zimmermann: Es war eine großartige Veranstaltung mit einem außergewöhnlichen Publikum. Wir hatten fantastische Unterstützung von unseren Partnern und Sponsoren. Die Events, die als Premiere dabei waren, wie zum Beispiel der Live-Auftritt von Johannes Oerding, waren ein voller Erfolg. Trotzdem hatte ich manchmal auch ein mulmiges Gefühl, weil ich nicht wusste, was uns erwartet. Außerdem stehen die Pferde für uns an erster Stelle, deshalb hatten wir hier auch ein Top-Security-Konzept vor Ort. Meinem Mann Christoph war es wichtig, Spitzensport mit einem Fest für die Familie zu vereinen und ich denke, das ist uns gelungen. Es gab viele tolle Attraktionen, die von den Gästen super angenommen worden, aber auch Top-Bedingungen für Pferde und Reiter. Letztlich ist es ein Balance-Akt, das alles zu verbinden, aber wir haben es geschafft. Und wenn man so ein Turnier gemacht hat, Spitzensport geboten wurde und man in viele glückliche Gesichter gesehen hat, ist alles gut.

Wie geht es im nächsten Jahr weiter?

Janne Friederike Meyer-Zimmermann: Jetzt werden wir das Ganze erstmal sacken lassen. Vom vergangenen zu diesem Jahr haben wir einen Stern mehr gemacht. Das ist schon viel. Wir haben einiges vergrößert, aber wie wir es im nächsten Jahr organisieren, werden wir sehen. Erstmal konzentrieren wir uns jetzt auf die Weltmeisterschaft in Herning.

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