Sportlerwahl

Scholz, Schweckendiek und der THW Kiel sind Schleswig-Holsteins Sportler des Jahres

Die Sportler des Jahres in Schleswig Holstein: Segler Ole Schweckendiek (links), die Handballmannschaft des THW Kiel, hier mit Steffen Weinhold, Patrick Wiencek und Viktor Szilágyi (von links), und Para-Schwimmerin Tanja Scholz (vorn).

Die Sportler des Jahres in Schleswig Holstein: Segler Ole Schweckendiek (links), die Handballmannschaft des THW Kiel, hier mit Steffen Weinhold, Patrick Wiencek und Viktor Szilágyi (von links), und Para-Schwimmerin Tanja Scholz (vorn).

Neumünster. Einer Schwimmerin, einem Segler und einem Handballteam gehörte am Montagabend die große Bühne in den Holstenhallen in Neumünster. Im Rahmen der Sportgala des Landessportverbands verliehen LSV-Präsident Hans-Jakob Tiessen, Landtagspräsidentin Kristina Herbst und der Vorsitzende der Vereinigung Schleswig-Holsteinischer Sportjournalisten (VSHS), Gerhard Müller, die Titel für Sportlerin, Sportler und Mannschaft des Jahres 2022 in Schleswig-Holstein: Tanja Scholz, Ole Schweckendiek und den THW Kiel.

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Während Stabhochspringerin Janne Ohrt (Hohenwestedt/WM-Bronze U 20-WM) und das Beachvolleyballduo Bo Hansen/Hennes Nissen aus Flensburg die Preise für Newcomerin und Newcomer des Jahres erhielten, ist der THW Kiel laut Tiessen ein „weit über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus bekanntes Aushängeschild des Sports“. Die Zebras wiederholten ihren Triumph aus dem vergangenen Jahr, empfahlen sich mit dem Gewinn des DHB-Pokals, der deutschen Vizemeisterschaft und Platz drei in der Champions League für den letzten Titel des Jahres.

THW Kiel verweist Kieler Beachvolleyballer Momme Lorenz auf Rang zwei

28,63 Prozent aus Jury-Abstimmung – die Vorsitzenden/Präsidentinnen und Präsidenten der Landesfach- und Sportfachverbände im LSV, die Mitglieder des LSV-Vorstandes sowie die Mitglieder der Vereinigung Schleswig-Holsteinischer Sportjournalisten – und Online-Voting mit rund 13 000 Teilnehmern sahen die Handballer ganz vorn. Ein Titel, der THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi einiges bedeutet. „Er spricht für Konstanz über ein ganzes Jahr. Das brauchst du, um im Sport wirklich erfolgreich zu sein“, so der Österreicher, dem die herbe Derbypleite gegen die SG Flensburg-Handewitt wie den ebenfalls in Neumünster anwesenden Patrick Wiencek und Steffen Weihnhold noch spürbar nachhing. „Das wird uns noch eine Zeit lang begleiten“, sagte Szilagyi.

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Auf Rang zwei landete der Kieler Beachvolleyballer Momme Lorenz, der mit „Newcomer“ Nissen, seinem Mitstreiter im Berliner Leistungszentrum, U 20-EM-Bronze gewonnen hatte (20,44 Prozent) und sich gegen die Fußballer von Holstein Kiel (19,54 Prozent) durchsetzten. Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt und Badminton-Bundesligist Blau-Weiß Wittorf folgen auf den Plätzen.

Mit der mehr als ansehnlichen Medaillensammlung aus drei WM-Titeln über 50, 100 und 200 Meter Freistil sowie zwei Vize-WM-Titeln über 150 Meter Lagen und 50 Meter Rücken schnappte sich Para-Schwimmerin Tanja Scholz den Titel der Sportlerin des Jahres 2022. Die 38-jährige Neumünsteranerin verwies mit 25,7 Prozent der Stimmen die Lübecker Rollkunstläuferin Emilia Zimermann (20,04 Prozent) und Ironman-Triathletin Victoria Best (Enge-Sande/19,14 Prozent) auf die Plätze zwei und drei, Sprint-Triathletin Julia Bröcker (Bad Oldesloe) wurde Vierte, Tennis-Talent Philippa Färber (Molfsee) Fünfte (16,59 Prozent).

Ole Schweckendiek krönt sein Segeljahr 2022

Im Alter von nur 17 Jahren grüßt Segler Ole Schweckendiek in diesem Jahr nicht nur auf der Regattabahn von der Spitze. Der Kieler sicherte sich die Wahl zum Sportler des Jahres in Schleswig-Holstein nach dem Gewinn des U 21-WM-Titels im Ilca 7 und zahlreichen Titeln im Ilca 6 mit 22,64 Prozent der Stimmen. „Ich bin wirklich sehr erstaunt“, sagte Schweckendiek, der es damit innerhalb nur eines Jahres vom Newcomer zum Sportler des Jahres schaffte. Und sich dabei gegen die überaus namhafte und Olympia-gestählte Konkurrenz durchsetzte: Zweiter wurde der Fockbeker Bogenschütze Florian Unruh (20,78 Prozent), der in diesem Jahr EM-Silber und, mit dem nicht-olympischen Feldbogen, EM-Silber gewann, hauchzart dahinter folgt der Kronshagener Judoka Dominic Ressel (20,74 Prozent). Ironman-WM-Teilnehmer Leif Schröder-Groeneveld aus Kiel und der Bad Schwartauer Schwimmer Silas Beth verpassten das Podium.

Für LSV-Präsident Tiessen eine rundum gelungene und verdiente Wahl. „Mit Tanja Scholz und Ole Schweckendiek haben in diesem Jahr zwei Top-Athleten von internationalem Format die Wahl gewonnen, die bisher der breiten Öffentlichkeit noch nicht so bekannt sind, aber in diesem Jahr in ihren Sportarten herausragende Leistungen erzielen konnten. Darüber freue ich mich sehr“, so Tiessen, der den Titelverteidiger THW Kiel als „weit über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus bekanntes Aushängeschild des Sports“ bezeichnete. „Sie alle sind hervorragende Botschafterinnen und Botschafter ihrer Sportarten und Vorbilder für die vielen talentierten Nachwuchssportlerinnen und -sportler in unserem Land.“

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