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IHF Super Globe

THW Kiel erhält Wildcard für Klub-WM

Trostpflaster 2012: Damals unterlag der THW Kiel in Doha (Katar) als Titelverteidiger im Finale Atlético Madrid mit 23:28. Kapitän Marcus Ahlm (Mitte), René Toft Hansen (hinten, links) und Thierry Omeyer (re.) freuten sich dennoch über 200.000 Dollar Preisgeld.

Trostpflaster 2012: Damals unterlag der THW Kiel in Doha (Katar) als Titelverteidiger im Finale Atlético Madrid mit 23:28. Kapitän Marcus Ahlm (Mitte), René Toft Hansen (hinten, links) und Thierry Omeyer (re.) freuten sich dennoch über 200.000 Dollar Preisgeld.

Kiel. Die Internationale Handballföderation (IHF) wollte das am Mittwoch nicht bestätigen. Neben dem Kerngeschäft Bundesliga, dem DHB-Pokal und der Champions League geht es für den THW Kiel also in der Hafenstadt Dammam voraussichtlich vom 26. August bis zum 1. September um einen weiteren Titel.

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Dem Sieger winken 400.000 US-Dollar Preisgeld

Damit stünde dem Kieler Super-Globe-Champion von 2011 gleich zu Saisonbeginn nach dem Supercup-Match in Düsseldorf gegen Meister SG Flensburg-Handewitt (21. August) und dem Bundesligaauftakt zu Hause gegen Frisch Auf Göppingen (25. August) ein ebenso anstrengendes wie lukratives Unterfangen bevor. Zuletzt wurde der Wettbewerb, an dem neben den fünf Kontinentalmeistern innerhalb des Handball-Weltverbandes IHF auch der Titelverteidiger, der Gastgeber und stets ein Wildcard-Team teilnehmen, im K.o.-Modus ab dem Viertelfinale mit drei Spielen innerhalb von vier Tagen ausgetragen. Bis 2014 wurde in zwei Vierergruppen mit anschließendem Halbfinale gespielt. Dem Sieger winken voraussichtlich 400.000 US-Dollar Preisgeld, dem Zweiten 250.000 Dollar, dem Drittplatzierten ein 150.000-Dollar-Trostpflaster.

Super Globe für vier Jahre nach Saudi-Arabien vergeben

Nach neun Jahren in Doha/Katar wurde das Turnier von der IHF für die kommenden vier Auflagen bis 2022 nach Saudi-Arabien vergeben. Erster Austragungsort ist die Hafenstadt Dammam am Persischen Gold. Bisher qualifiziert sind Titelverteidiger FC Barcelona, Champions-League-Sieger Vardar Skopje, der ägyptische Klub Zamalek SC (Afrika), Al-Duhail SC aus Doha/Katar (Asien) und Sydney University (Ozeanien) – die Australier werden an der Seitenlinie erneut von Ex-Melsungen-Coach Michael Roth betreut.

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Statt der bisherigen Praxis, dass ein Team aus dem Panamerika-Verband teilnimmt, haben sich mit den Brasilianern vom HC Taubaté (Süd- und Zentralamerika) und dem New York City Team Handball Club (Nordamerika und Karibik) gleich zwei Teams ein Ticket für Dammam gesichert. Mit einer (noch nicht benannten) Mannschaft des Gastgeberlandes und dem THW Kiel würde das Teilnehmerfeld also auf neun Teams anwachsen. Darüber und über den daraus eventuell resultierenden neuen Modus wollte sich die IHF bislang allerdings gegenüber unserer Zeitung nicht äußern. Möglich wäre ein Tableau mit drei Dreier-Gruppen, von denen sich jeweils die Gruppensieger und der beste der drei Gruppenzweiten für das Halbfinale qualifiziert.

Facts zum IHF Super Globe

Der IHF Super Globe wurde 1997 in Wien erstmals ausgetragen - zunächst im Fünf-Jahres-Rhythmus. CB Cantabria Santander aus Spanien war der erste Titelträger. Ab 2010 wurde Doha, Hauptstadt von Katar, zum festen, jährlichen Austragungsort. Rekordsieger ist der FC Barcelona mit vier Titeln. Den Titel des Klub-Weltmeisters konnten sich als deutscher Vertreter neben dem THW Kiel (2011) nur die Füchse Berlin sichern, die die Trophäe 2015 und 2016 zweimal in Folge in die Höhe stemmen durften. Die Berliner hatten 2015 ebenfalls als Gewinner des EHF-Cups eine Wildcard erhalten und waren 2016 und 2017 jeweils als Titelverteidiger an den Start gegangen. Im vergangenen Jahr war das Team aus der Hauptstadt als EHF-Cup-Champion erneut in den Genuss einer Wildcard gekommen. Der FC Barcelona hatte seinen Titel bei der letzten Turnier-Auflage in Doha allerdings durch ein 29:24 im Finale gegen Berlin verteidigt. Einziger nicht europäischer Sieger war der Al-Sadd Sports Club Doha 2002. Damals hatte sich das Emirat eine namhafte Mannschaft mit den Europameistern Stefan Lövgren, Staffan Olsson und Johan Pettersson vom THW Kiel und anderen Starspielern "zusammengekauft" und Champions-League-Sieger SC Magdeburg mit Trainer Alfred Gislason ("Wettbewerbsverzerrung") auf Platz zwei verwiesen. Jetzt wurde das lukrative Turnier für die kommenden vier Jahre nach Saudi-Arabien vergeben.

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