34:26-Sieg in Lemgo

THW Kiel hält Meisterschaft weiter offen

Foto: Fabian van Olphen (Lemgo) und Steffen Weinhold (Kiel) im Zweikampf.

Fabian van Olphen (Lemgo) und Steffen Weinhold (Kiel) im Zweikampf.

Lemgo. Denn auch Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt, zwei Punkte besser als der THW Kiel, gab sich zu Hause gegen die Füchse Berlin keine Blöße und gewann mit 26:18.

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Vor dem letzten Liga-Spieltag am kommenden Sonntag hielten die Kieler in Lemgo den Druck auf den Nordrivalen hoch. Zehn Minuten brauchten die Zebras in der mit 4790 Zuschauern ausverkauften Phoenix Contact Arena, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Zwar begann der erfahrene THW-Angriff mit Miha Zarabec, Domagoj Duvnjak und Steffen Weinhold im Rückraum. Doch in den ersten Minuten agierten die Kieler zu hektisch im Angriff. Zwei Ballverluste nutzte der TBV Lemgo Lippe, um auf 3:1 (4.) davon zu ziehen.

Lemgo mit vielen Fehlern

Dann aber schlichen sich auch auf Seiten der Gastgeber, die verletzungsbedingt auf fünf Spieler (Andrej Kogut, Jonathan Carlsbogard, Tim Suton, Jari Lemke und Donat Bartok) verzichten mussten, erste Fehler ein. Drei Minuten überdauerte die Lemgoer Führung, dann hatten die Zebas ausgeglichen und begannen ihr Routine-Programm abzuspulen.

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Lemgo machte es ihnen leicht, Ball um Ball landete in den Fängen der Kieler 6:0-Abwehr. Sechs Minuten lang gelang dem TBV kein Tor, während der THW Kiel sich auf 8:5 davon konterte (13.).

Johannesson verhindert Schlimmeres

Den einzigen Vorteil hatte der TBV Lemgo Lippe in der ersten Halbzeit auf der Torhüter-Position. Peter Johannesson hielt sechs Bälle, davon drei Gegenstöße und einen freien Heber von Zarabec am Kreis. Sein THW-Pendant Niklas Landin bekam nur dreimal die Hände an den Ball und musste in der 24. Minute Platz für Andreas Wolff machen.

THW kontert sich zur Pausenführung

Der führte sich mit einer Parade gegen den erst 19-jährigen Lemgoer Aushilfs-Mittelmann Fynn Hangstein ein. Der Youngster vermochte es nicht, das fehlerhaften TBV-Angriff zu ordnen, zahlte selbst viel Lehrgeld, als TBV-Trainer Florian Kehrmann seine Mannschaft mit sieben Feldspielern angreifen ließ - mit dem Effekt, dass erst Lukas Nilsson, dann Magnus Landin entspannt ins leere Tor werfen konnten. Ein Konter des besten THW-Torschützen Niclas Ekberg (8/2 Tore) brachte dem THW Kiel die bisher höchste Führung: 16:9 führte er drei Minuten vor der Pause.

Zweite Halbzeit lange ausgeglichen

Auch in der zweiten Halbzeit stand Lemgo sich oft selbst im Weg. Denn der THW Kiel nutzte seine Chancen nicht konsequent. Fehlpass Duvnjak, doch den Gegenstoß-Pass fing Magnus Landin ab (33.), Wyszomirski-Parade gegen Zarabec, doch im Gegenzug traf Tim Hornke nur den Pfosten. Auf weniger als fünf Tore schmolz der THW-Vorsprung nicht, aber die Kieler lebten in der zweiten Hälfte von ihrer Pausen-Führung.

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Beim 25:30 durch Patrick Zieker (54.) war Lemgo in der zweite Halbzeit um ein Tor besser. „Da waren wir ein bisschen zu locker. Und die Energie, die so eine Kulisse der Heim-Mannschaft gibt, spielt auch immer rein“, erklärte Ekberg später. „Ich finde trotzdem, dass wir ein sehr solides Spiel gemacht haben.“

In Gefahr geriet der THW-Sieg nicht mehr. Die Kieler feierten ihren wettbewerbsübergreifend 20. Erfolg in Folge und haben am Pfingstsonntag weiterhin eine kleine Chance auf den Meistertitel. „Wir haben unseren Job gemacht und wollen das auch am letzten Spieltag tun“, sagte Ekberg.

Die Statistik

TBV Lemgo Lippe: Johannesson (1.-35., ab 50., 7 Paraden), Wyszomirski (35.-50., 2 Paraden) - Guardiola 1, Ebner 7, van Olphen, Theuerkauf 1, Hornke 4,/2, Hübscher, Schalles (n.e.), Hangstein, Rose (n.e.), Geis, Klimek 4, Zieker 5, Baijens 4.

THW Kiel: Landin (1.-24., 3 Paraden), Wolff (24.-60., 7 Paraden) - Duvnjak 5, Reinkind, M. Landin 4, Firnhaber (n.e.), Weinhold 5, Wiencek 4, Ekberg 8/2, Rahmel (n.e.), Dahmke (n.e.), Zarabec 3, Bilyk (n.e.), Pekeler, Nilsson 5.

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Strafminuten: TBV 2, THW 0 - Siebenmeter: TBV 2/2, THW 2/2 - Schiedsrichter Hartmann/Schneider.

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