Liga-Duell gegen Leipzig

THW Kiel will wieder durchstarten

Foto: Im Achtelfinale des DHB-Pokals ließen Niclas Ekberg (re.) und der THW Kiel den Gästen aus Leipzig um Niclas Pieczkowski keine Chance. Am Donnerstag treffen sie in der Liga erneut aufeinander.

Im Achtelfinale des DHB-Pokals ließen Niclas Ekberg (re.) und der THW Kiel den Gästen aus Leipzig um Niclas Pieczkowski keine Chance. Am Donnerstag treffen sie in der Liga erneut aufeinander.

Kiel. "Die freien Tage hatten die Jungs sich verdient", findet Trainer Alfred Gislason, der die Zebraherde erst am Montag wieder in Altenholz um sich versammelte, um sie auf die kommenden Wochen einzuschwören.

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Rune Dahmke zum Beispiel nutzte die Gelegenheit, um Freundin Stine Oftedal, ebenfalls Profi-Handballerin, in Ungarn zu besuchen. Und auch die strapazierten Sportler-Körper freuten sich über die Pause "Wir hatten zuletzt gegen Gudme schon einige, die angeschlagen waren", sagt Gislason und meint neben Lukas Nilsson und Nikola Bilyk (beide Schulterprobleme) vor allem Kapitän Domagoj Duvnjak (Adduktoren) sowie die Linksaußen Magnus Landin und Dahmke. "Da kam die Pause ganz gelegen."

Gut erholt geht es also in den Rest-März. Stuttgart (21. März), Granollers (23. März), Ludwigshafen (28. März) und Pulawy (30. März) heißen die Gegner, bevor beim Final Four in Hamburg (6./7. April) mit dem DHB-Pokal der erste Titel der Saison vergeben wird. Im Halbfinale trifft der THW dort auf die Füchse Berlin.

Auf Leipzig folgt Stuttgart

"Hamburg ist noch ganz weit weg", sagt Gislason. "Auf dem Weg dorthin sind Leipzig und das Auswärtsspiel in Stuttgart die schwersten Hürden." Dass die Sachsen ein unangenehmer Gegner sein können, bekam der THW Kiel vor allem im Liga-Hinspiel zu spüren. Auswärts verpassten die Zebras es, den Sack rechtzeitig zuzumachen. Erst in letzter Sekunde rettete Duvnjak den Kielern den 25:24-Sieg. Im Pokal-Achtelfinale in Kiel allerdings war der THW deutlich überlegen, gewann mit 31:23.

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Die Leipziger erleben eine wechselhafte Saison, holten im September und Oktober nur einen Punkt aus sieben Spielen. Nach einem erfolgreichen November mit Siegen über Göppingen, Minden und Hannover erlebte die Mannschaft von Trainer André Haber aber wieder einen unbefriedigenden Jahresendspurt mit nur einem Punktgewinn gegen Lemgo und rutschte auf Tabellenplatz 15 ab.

SC DHfK mit erst einem Auswärtssieg

Dort stehen die Leipziger noch immer, der Abstand zu Verfolger VfL Gummersbach beträgt aber seit dem 28:18-Kantersieg der Leipziger im direkten Duell am vergangenen Spieltag beruhigende fünf Punkte. Zum Klassenerhalt wollten sich Niclas Pieczkowski und Co. aber noch nicht gratulieren lassen. "Jetzt müssen wir auch mal Spiele gegen Teams gewinnen, die über uns stehen", sagte Top-Torschütze Philipp Weber anschließend.

Auswärts fällt das dem SC DHfK besonders schwer. Nur aus Bietigheim konnten sie in dieser Saison schon beide Punkte mitnehmen. THW-Trainer Alfred Gislason ist trotzdem auf der Hut. "Gegen Gummersbach hat Leipzig sehr gut gespielt. Vor allem die aggressive Abwehr im Zusammenspiel mit Milos Putera im Tor war stark. Darauf müssen wir uns einstellen", sagt er.

Nur Vujin und Kristjánsson fehlen

Im Angriff wirbeln vor allem die deutschen Nationalspieler Weber (mit 128 Toren derzeit die Nummer vier in der Liga-Torschützenliste) und Franz Semper (104 Treffer). "Leipzig hatte eine schwierige Phase, ist aber zuletzt ganz gut in die Spur gekommen", sagt Gislason, der gegen die Sachsen fast seinen gesamten Kader aufbieten kann.

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Marko Vujin fehlt wegen einer Grippe. Der langzeitverletzte Youngster Gisli Kristjánsson muss sich weiterhin in Geduld üben. Er hatte sich nach der WM im Januar auf Island bei einem Spezialisten einer Schulter-Operation unterziehen müssen und war zunächst in seiner Heimat geblieben. Rechtzeitig zum Trainingsbeginn des THW Kiel nach der Nationalmannschaftspause kehrte auch der 19-Jährige zurück zu den Zebras, absolviert dort nun sein weiteres Reha-Programm. Aber Gislason sagt: "Ich glaube nicht, dass er diese Saison noch spielen wird."

Mehr über den THW Kiel lesen Sie hier.

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