Handball-Bundesliga

Zebras auf Fuchsjagd

Foto: Im Hinspiel gab es nach hartem Kampf ein 25:25-Unentschieden. In dieser Szene begrub Patrick Wiencek (THW) Mitspieler Steffen Weinhold (links) und den gemeinsamen Nationalmannschaftskollegen Steffen Fäth unter sich.

Im Hinspiel gab es nach hartem Kampf ein 25:25-Unentschieden. In dieser Szene begrub Patrick Wiencek (THW) Mitspieler Steffen Weinhold (links) und den gemeinsamen Nationalmannschaftskollegen Steffen Fäth unter sich.

Kiel. 37 Jahre später dürfen sich beide Mannschaften keine Niederlage erlauben. „Mit einem Sieg in Kiel ist alles möglich“, sagt Füchse-Coach Velimir Petkovic. Der Trainerfuchs avanciert in dieser Saison an der Spree zum Improvisationsmeister. Als Kreisläufer Ignacio Plaza Jimenez ausfiel, verpflichteten die Berliner Johan Koch (Kadetten Schaffhausen). Für den im Januar abgewanderten Über-Spieler Petar Nenadic (Telekom Veszprém) musste Stipe Mandalinic (RK Zagreb) integriert werden. Nach der EM fiel erst Paul Drux, dann Marko Kopljar verletzt aus, und in Kiel wird wohl auch Mandalinic fehlen, der sich am Sonntag im Spiel gegen Göppingen (33:19) eine Knieverletzung zuzog. Doch Petkovic gibt dem Gram keine Chance: „Zachrisson, Fäth, Lindberg, Wiede, Vukovic – ist das etwa keine Qualität?“

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Doch, das findet auch THW-Trainer Alfred Gislason, der hofft, dass seine Mannschaft durch das Spiel bei den Eulen Ludwigshafen („45 Minuten war das sehr gut und konzentriert“) in den richtigen Fuchs-Modus gekommen ist. Schließlich sei der Tabellendritte (43:11 Punkte) ein „ganz anderes Kaliber“ als der Tabellenletzte. Und auch wenn die Füchse nach dem Weggang von Nenadic zum ungarischen Serienmeister in Flensburg bruchlandeten und in Stuttgart einen Punkt abgaben, sieht der Kieler Chefcoach die Berliner Schlüsselpersonalie ambivalent: „Nenadic war sehr wichtig, hat aber auch viel an sich gerissen und anderen Chancen genommen.“ Nach dem Weggang des Serben und seitdem sich die beiden Linkshänder Mattias Zachrisson und Nationalspieler Fabian Wiede („Wir fahren mit einem richtig guten Gefühl nach Kiel“) die Position in der Rückraum-Mitte teilen, sei das Spiel des EHF-Cup-Titelaspiranten, der unbedingt die Qualifikation für die Champions League meistern will, eben „einfach anders“.

Berlin schielt auf Platz zwei (und weiter nach oben), die Kieler haben Platz vier und damit die sichere Qualifikation für das europäische Geschäft (EHF-Cup) im Visier. „Darum dürfen wir so gut wie keinen Punkt mehr abgeben“, weiß Gislason. Das Rezept für das heutige Duell klingt denkbar einfach: eine gute Abwehr, ein guter Keeper, alles so wie im Hinspiel, als Christian Dissinger an der Spitze einer offensiven 3:2:1-Deckung und Niklas Landin mit 17 Paraden im Tor glänzten. „Damit“, so Gislason, „hatten die Probleme. Wir hätten in der Schmeling-Halle eigentlich beide Punkte verdient gehabt.“

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