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Zu Gast im Augen-OP der nordBLICK Augenklinik Bellevue

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Dr. Markus Pölzl (links), ärztlicher Leiter, und PD Dr. Robert Kromer (rechts), stellvertretender ärztlicher Leiter und Netzhautspezialist, von nordBLICK. FOTO: EVA BIEDERBECK (KROMER), SOULPICTURE (PÖLZL)

Im Interview mit Dr. Markus Pölzl, ärztlicher Leiter von nordBLICK, und PD Dr. Robert Kromer, stellvertretender Leiter und Netzhautspezialist

Dr. Pölzl, Sie sind ärztlicher Leiter von nordBLICK und sind als Arzt sowohl konservativ in der Praxis als auch operativ in der Klinik tätig. Für viele Menschen ist die Vorstellung einer Operation oder der Aufenthalt in einer Klinik beunruhigend. Wie können wir uns Ihre Arbeit im Augen-OP vorstellen? Was erwartet die Patienten bei Ihnen?

Dr. Pölzl: Bei uns in der Augenklinik Bellevue gibt es vier OP-Säle, in denen Augenärzte und Narkoseärzte zusammenarbeiten. Gemeinsam mit dem assistierenden OP-Team versorgen wir unsere Patienten individuell nach ihren Bedürfnissen. Besonderer Wert wird darauf gelegt, dass jeder Patient von einem Chirurgen versorgt wird, der in dem entsprechenden Eingriff besonders erfahren ist

Was ist die häufi gste Operation, die bei Ihnen im OP durchgeführt wird?

Dr. Kromer: Bei der häufigsten Operation handelt es sich um die Katarakt-Operation. Bei diesem Eingriff wird die körpereigene Linse aufgrund der Erkrankung „Grauer Star“ durch eine Kunstlinse ersetzt.

Es gibt viele Diskussionen über das richtige Alter für eine Graue-Star Operation.

Dr. Pölzl: Das perfekte Alter für die Graue-Star-Operation gibt es nicht. Manche Menschen haben bis ins hohe Alter klare Linsen, andere entwickeln bereits in ihren fünfziger Jahren einen Grauen Star. Dies ist zum Beispiel durch Vorerkrankungen und Medikamente bedingt. Aber oft entscheidet nicht nur die Sehkraft, die im Sehtest ermittelt wurde, über eine OP-Entscheidung. Auch Faktoren wie Empfindlichkeit bei Lichtblendung (z.B. beim Autofahren) oder schlechte Nachtsicht fließen in die Entscheidung ein. Gerade deshalb ist eine regelmäßige und umfangreiche Kontrolle beim Augenarzt sinnvoll.

Wie lange dauert in der Regel ein Eingriff am Auge?

Dr. Kromer: Das hängt ganz von der Art der OP ab. Bei einer Grauen-Star-Operation benötigen wir für den Austausch der Linse beispielsweise häufig nur fünf Minuten. Selbst komplexe Eingriffe an der Netzhaut, wie bei einer Netzhautablösung, dauern im Schnitt nur 20 bis 30 Minuten.

Dr. Pölzl, Sie sind Spezialist im Bereich der Hornhaut-Transplantation. Wie lange dauert dieser Eingriff und mit welcher Wartezeit auf eine Spender-Hornhaut muss ein Patient rechnen?

Dr. Pölzl: Auch die Entfernung einer defekten Hornhaut und das Einsetzen einer Spender-Hornhaut dauern nur wenigen Minuten. Die Wartezeit, bis eine Spender-Hornhaut für eine solche Hornhaut-Transplantation zur Verfügung steht, beträgt im Normalfall drei bis vier Wochen. Diese kurze Vorlaufzeit ist aufgrund der hervorragenden Organisation der Hornhautbanken in Deutschland möglich.

Sie sprachen eingangs von einem interdisziplinären Ärzteteam und der Unterstützung durch ein Anästhesieteam. Ist denn bei jeder Augen-OP eine Vollnarkose erforderlich?

Dr. Kromer: Nein, eine Vollnarkose bei Augenoperationen ist in fast allen Fällen nicht mehr zeitgemäß. Mit einer schonenden „Stand-by-Narkose“ ermöglicht unser erfahrenes Anästhesieteam den Patienten eine angenehme OP-Erfahrung ohne die Risiken einer Vollnarkose. Wenn unsere Patienten mögen, unterhalten wir uns während der OP mit ihnen und erläutern die einzelnen Schritte des Eingriffs. Dieser unkomplizierte und direkte Austausch hilft den Patienten in der Regel sehr bei der Bewältigung ihrer Aufregung.

nordBLICK Augenklinik Bellevue 

Lindenallee 21-23
24105 Kiel 
Tel. 0431/301080