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GESUNDHEITSWESEN AKTUELL

ROBOTIK IM OP

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Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sitzt an der Konsole des Roboterassistenten und ist im Gespräch mit PD Dr. med Nicolas Schwarz. FOTO: GESCHÄFTSFOTOS

Die Behandlungsqualität erreicht ein neues Niveau

In 2022 wurde im Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) als erstem nicht-universitären Krankenhaus in Schleswig-Holstein, unterstützt durch Fördergelder des Landes, mit dem da Vinci Xi der kalifornischen Firma Intuitive die modernste Variante der Robotersysteme erfolgreich eingeführt.

Im Vorlauf wurde ein sehr umfangreiches Schulungssystem in den unterschiedlichen beteiligten Berufsgruppen umgesetzt. Inzwischen wird im FEK täglich mit dem roboter-assistierten da Vinci Xi interdisziplinär in vier Fachabteilungen operiert.

Der Schwerpunkt des Einsatzes liegt bei komplexen operativen Eingriffen, insbesondere der Tumorchirurgie, die im FEK zum Behandlungsschwerpunkt gehört. Die höheren Behandlungskosten, die das technisch aufwendige Operationsverfahren mit sich bringt, trägt das FEK zu Gunsten einer verbesserten Behandlung der Patienten.

Die bisherigen Erfahrungen der Operateure und insbesondere die Behandlungsergebnisse bei den Patienten, verbunden mit kürzeren stationären Aufenthaltsdauern und geringeren perioperativen Schmerzen, bestätigen uns in der Bedeutung dieser technischen Weiterentwicklung und Investition für eine bestmögliche Patientenbehandlung.


VERZAHNTE AMBULANTE UND STATIONÄRE VERSORGUNG SCHREITET VORAN

Seit über 30 Jahren Thema - die Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung. Das Gesundheitsstrukturgesetz von 1992 hat in begrenztem Rahmen den Weg für diesen bis in die Gegenwart andauernden Prozess geebnet. Es war u.a. der Schritt hin zu praxisundklinikambulanten Operationen. In den vergangenen Jahren hat auch in der Gastroenterologie eine zunehmende Ambulantisierung stattgefunden: Von beiden Seiten, Praxen und Kliniken, werden die Vorteile einer sektorübergreifenden Tätigkeit geschätzt und eine verstärkte Verzahnung vorangetrieben. Die bestmögliche Versorgung der Patient*innen ist Hauptaufgabe. Im Zusammengehen von ambulanter und stationärer Versorgung können Doppeluntersuchungen vermieden und das Gesundheitssystem damit effizienter gestaltet werden.

,,Trotzdem darf nicht vergessen werden", so Dr. Roland Ventzke, Geschäftsführer des Städtischen Krankenhauses Kiel, „dass unterschiedliche Strukturen und Philosophien im ambulanten und stationären Bereich eine Herausforderung für die erfolgreiche Umsetzung in der Praxis sind."

Bei der Gründung einer gemeinsamen MVZ GmbH seien Hürden zu überwinden, ,,aber, wenn dieses - wie im Fall des Städtischen Krankenhauses und dem Gastroenterologisch-Hepatologischen Zentrum Kiel - durch konstruktive Zusammenarbeit gelingt", erklärt Dr. Ventzke," ist aus einem erfolgversprechenden Zukunftsmodell vielversprechende Realität geworden.