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GESUNDHEITSWESEN AKTUELL

Die Sehschärfe erhalten

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Dr. med. univ. Markus Pölzl, ärztlicher Geschäftsführer der nordBLICK Augenklinik Bellevue. FOTO: NORDBLICK AUGENKLINIK

Operation des Grauen Stars: Fragen an den ärztlichen Geschäftsführer Dr. med. univ. Markus Pölzl

Jährlich werden in der nord BLICK Augenklinik Bellevue rund 8000 manuelle oder lasergestützte Katarakt-Operationen durchgeführt. Dr. med. univ. Markus Pölzl informiert über den Routine-Eingriff.

Herr Dr. Pölzl, was genau versteht man unter einem Grauen Star?

Dr. Pölzl: „Als Katarakt, so der Fachbegriff, bezeichnet man eine Trübung der Augenlinse, in deren Folge sich die Sicht einschränkt. Der Verlust der Sehschärfe ist schmerzlos, mindert aber die Lebensqualität erheblich. Eine Operation ist dann der einzige Weg, die Sehkraft wiederherzustellen. Dabei wird die eigene Linse durch eine Kunstlinse ersetzt."

Viele Menschen scheuen die Risiken einer Operation.

,,Die Urangst, das Auge zu verlieren, ist heute unbegründet. Die Kataraktchirurgie ist der häufigste operative Eingriff in Deutschland. Jeder unserer Chirurgen in der Bellevue Augenklinik führt pro Jahr mindestens 2000 Operationen durch und ist somit auf sämtliche Eventualitäten vorbereitet. Zu Komplikationen kommt es in weit weniger als einem Prozent aller Fälle."

Wie genau funktioniert die Operation?

,,Die körpereigene Linse wird durch ein Implantat ersetzt. Das Ganze dauert in der Regel wenige Minuten. Weil der Eingriff heute minimalinvasiv durchgeführt wird, sind die Schnitte maximal 2,2 Millimeter groß und die Wunden selbstverschließend. Patienten können am Tag der OP meist noch nach Hause gehen und sich am nächsten Tag über volle Sehkraft freuen. Am besten sollte man sich aber eine Woche schonen. Als Alternative zu der extrem ausgereiften konventionellen Methode steht uns seit 2012 ein Femtosekundenlaser zur Verfügung. Hierbei werden sowohl der Zugang zum Auge, als auch die Zerteilung der getrübten Linse, schonend per Laser vorgenommen, was die Heilung begünstigt. Diese Leistung erfordert eine private Zuzahlung durch den Patienten."

Was gibt es im Vorfeld einer OP zu beachten?

„Es gibt inzwischen einen Paradigmenwechsel. Weil die Wunden früher groß waren, lag der Schwerpunkt vor allem auf der postoperativen Behandlung. Heute gilt ein größeres Augenmerk der Beratung vor der Operation, um die jeweiligen Wünsche abzuklären. Wer kein Problem damit hat, weiterhin eine Brille zu benutzen, entscheidet sich für eine Monofokallinse. Um den Fern- und Nahbereich oder auch alle Schärfenbereiche abzudecken, gibt es Multifokallinsen. Diese kommen aber nur in Frage, wenn das Auge, mit Ausnahmen des Grauen Stars, völlig gesund ist. Doch auch wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt sind, gibt es viele Möglichkeiten, was man mit der Monofokallinse tun kann."

nordBLICK Augenklinik Bellevue
Lindenallee 21-23
24105 Kiel
Tel. 0431 30108-0
info@nordblick.de
www.nordblick.de