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Tag des Friedhofs

Auch der Tod ist teuer

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Alleine die Beerdigungskosten liegen in Deutschland schnell bei 6000 bis 8000 Euro, mit Grabpflege und Friedhofsgebühren kommen weitere Ausgaben auf die Familie zu. Mit einer Sterbegeldversicherung kann man seinen Hinterbliebenen diese Kosten ersparen. FOTO: DJD/NÜRNBERGER VERSICHERUNG/GETTY IMAGES/JURE GASPARIC

So kann man Angehörigen im Sterbefall zumindest finanzielle Sorgen ersparen

Der Tod gehört zum Leben dazu: Daran werden die Menschen in Deutschland gerade im düsteren und regnerischen Herbst oft erinnert. Viele machen sich vor allem in der dunklen Jahreszeit auch Gedanken über den eigenen Abschied. Wie soll der eigene Abschied gestaltet werden und wie wird er für die Angehörigen zumindest zu keiner finanziellen Belastung?

Denn das Sterben in Deutschland ist teuer: Alleine die Beerdigungskosten liegen schnell bei 6000 bis 8000 Euro, mit Grabpflege und Friedhofsgebühren kommen weitere Ausgaben auf die Familie zu. Um seinen Hinterbliebenen diese Kosten zu ersparen, kann man für den Todesfall Geld zurücklegen - oder aber eine klassische Sterbegeldversicherung abschließen.

Was kostet eine Sterbegeldversicherung?

Der Beitrag hängt vom Eintrittsalter und der gewählten Versicherungssumme ab.

Wie lange müssen Beiträge bezahlt werden?

Bei einigen Bestattungsvorsorgen müssen Beiträge nicht lebenslang gezahlt werden, sondern maximal 25 Jahre bei einem Eintrittsalter bis 60 Jahren.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Sie sollte der Höhe der zu erwartenden örtlichen Bestattungskosten und den persönlichen Wünschen entsprechen. So liegen die durchschnittlichen Bestattungskosten zwar bei „nur” 6000 bis 8000 Euro - aber die Ausgestaltung wird dann vielleicht den individuellen Vorstellungen nicht gerecht. Möchte man vor allem spezielle Wünsche für die Bestattung oder etwa auch die Kosten der Grabpflege abdecken, empfiehlt sich daher ein höherer Betrag, um zumindest den Großteil der Ausgaben zu decken.

Wer kann keine Versicherung abschließen?

Personen unter gesetzlicher Betreuung können in der Regel keine Bestattungsvorsorge vereinbaren und für sie kann auch keine Bestattungsvorsorge abgeschlossen werden.

An wen wird die Summe im Todesfall ausgezahlt?

Das Geld wird an das Bestattungsunternehmen beziehungsweise an die Erben überwiesen. djd


Letzte Reise mit ökologischem Fußabdruck

Immer mehr Menschen machen sich Gedanken, wie sie ihre Beerdigung nachhaltig gestalten können. Hier sind drei Möglichkeiten:

1. Beitrag zum Erhalt der Waldressourcen

Zur Nachhaltigkeit bei der Bestattung kann beispielsweise eine ökologische Sarg-Innenausstattung mit Kissen aus biologisch abbaubaren Stoffen wie Schafwolle und Nutzhanf beitragen. Ausschlaggebender aber ist die Möglichkeit, auf der letzten Reise noch einen Beitrag zum Erhalt der Waldressourcen zu leisten. Dies lässt sich erreichen, wenn Särge und Urnen aus heimischen Hölzern aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern gefertigt werden.

2. Beisetzung im Bestattungswald

In Bestattungswäldern kann die  Asche Verstorbener in biologisch abbaubaren Urnen unter Bäumen ruhen.

3. Die „Reerdigung”

Bei der „Reerdigung” wird der Körper nach dem Tod auf ein Bett aus pflanzlichen Materialien wie Blumen und Stroh in einen 2,5 Meter langen Kokon gelegt. Natürliche Mikroorganismen - keine Würmer -transformieren den Körper in fruchtbare Erde und Humus entsteht. Die Erde wird danach in einem Friedhofsgrab der Wahl beigesetzt. djd