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Wirtschaftsleben

Bundesverdienstkreuz für Joachim Schlüter

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Ministerpräsident Daniel Günther freut sich mit Joachim Schlüter und seiner Frau Ute Schlüter. FOTO: PIT HORST

Senior-Chef von Gosch & Schlüter erhält Auszeichnung für sein „soziales Lebenswerk”

Joachim Schlüter kann unzählige schöne große und kleine Geschichten über sein soziales Engagement erzählen. Zum Beispiel darüber, wie er an seinem 80. Geburtstag den Nonnen vom Haus Damiano eine große Summe Geld gespendet hat. „Die Nonnen haben sich so gefreut, dass sie mit einer Schubkarre mit Keksen und Tee bei mir vorbeikamen”, erzählt er. Nun hat der Senior-Chef von Gosch & Schlüter die Bundesverdienstmedaille erhalten - den höchsten Verdienstorden, den die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl verleiht. „Ich war überrascht und fühlte mich zutiefst geehrt”, sagt Joachim Schlüter. Der Kronshagener ist nicht nur Gründungsstifter und Kurator der UKSH Förderstiftung, sondern engagiert sich auch im UKSH Freunde- und Förderverein und unterstützt die Augenklinik und die kardiologische Klinik des UKSH, insbesondere im Bereich der Kinderkardiologie.

„Das Soziale hat mich aber schon mein Leben lang begleitet”, sagt Joachim Schlüter, und erzählt eine weitere Geschichte: ,,Früher hatte ich in meiner Firma einen Auszubildenden, Jean Kaboré aus dem heutigen Burkina Faso. Während seiner Ausbildung wurde er komplett von uns betreut, auch, als er schwer krank wurde. Wieder daheim musste er nachoperiert werden dafür habe ich dann Kontakt mit einem Krankenhaus im Nachbarstaat Mali aufgenommen und dafür gesorgt, dass er dort operiert wurde. Jean ist heute 78 Jahre alt, hat sich ein Unternehmen aufgebaut und sein fünftes Kind Joachim genannt.” Doch auch heute, im Alter von 81 Jahren, ist Joachim Schlüter weiter aktiv. So organisiert er seit mittlerweile zwölf Jahren ein für das Charity-Golfturnier UKSH. Dieses Jahr kamen 26.000 Euro zusammen, die an die Kinder-Notaufnahme im UKSH Kiel und Lübeck gespendet wurden. „Ich bin ein Macher”, sagt der Kronshagener, und erzählt, wie er schon dafür gesorgt hat, dass die verblichenen Mittelstreifen auf der Bundesstraße rechtzeitig zum Herbst wieder instandgesetzt wurden, wie er erfolgreich für Beleuchtung und eine 30er-Zone in Kronshagen gekämpft hat. „Ich freue mich immer, wenn mir etwas gelingt.”