Camping

Die Firma, die Erholung verkauft

Foto: Schöner Wohnen im Freien - mit solchen Postkartenmotiven wirbt die Kieler Regenbogen AG.

Schöner Wohnen im Freien - mit solchen Postkartenmotiven wirbt die Kieler Regenbogen AG.

Kiel. Jetzt also Husum: Mit dem Kauf eines Campingplatzes direkt am Deich hat die Kieler Regenbogen AG jetzt nicht nur die erste schleswig-holsteinische Ferienanlage ins Angebot aufgenommen, sondern sie will den Standort für Pilotprojekte zur Digitalisierung nutzen.„Wir sind Trendsetter und wollen es bleiben. Unser Ziel ist es, Tourismus schicker zu machen“, sagte Vorstand Rüdiger Voßhall.

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Präsent im großen Stil ist das Kieler Unternehmen seit jeher an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns. Dort betreibt es fünf moderne Camping- und Ferienanlagen. Hinzu kommen vier Anlagen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Etwa eine Million Euro investiert Regenbogen jährlich in die Modernisierung ihrer Anlagen – und will jetzt weiter wachsen. „Wir sind auf Expansionskurs und suchen laufend Anlagen oder Projekte, die zu unserem Portfolio passen“, sagte Voßhall. Großes Thema ist derzeit der digitale Campingplatz, hier soll Husum nun eine Vorreiterrolle einnehmen. „Alles, was wir dort ausprobieren und positiv testen, wollen wir dann im Jahr darauf als Standard auf allen unseren Plätzen ausrollen“, sagt der 65-Jährige.

Große Versprechen auf der Aktionärsversammlung

Auf dem Ende April übernommenen Campingplatz mit 120 Stellplätzen für Wohnwagen und Wohnmobile will Voßhall beispielsweise ein automatisches Check-in-System mit Nummernschilderkennung testen. Einfache Bezahlsysteme und ein „kundenfreundliches Bewertungssystem“ seien ebenfalls Bestandteile des Ideenpaketes, sagte Voßhall. Vernetzte Kundendaten und optimierte Angebote sollen die „sehr gut gebuchten Plätze“ auch langfristig gegen Wetterrisiken oder verändertes Urlaubsverhalten absichern helfen. „Der für unsere Verhältnisse kleine Platz ist einfach optimal, um zu testen, welche Vorteile Digitalisierung sowohl für die Kunden als auch für uns und unsere Mitarbeiter bieten kann“, sagte Voßhall. Zudem sei die Entscheidung für Husum auch eine strategische: „In der Stadt bewegt sich gerade touristisch sehr viel – vielleicht ist das für uns auch eine Chance, dort irgendwann im größeren Stil tätig zu sein.“

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Doch auch vom Ausbau der Gastronomie- und Wellnessangebote auf den Anlagen verspricht sich Voßhall neue Impulse: „Wir machen damit bereits jetzt schon 25 Prozent unseres Umsatzes und werden immer unabhängiger von Schlechtwetterperioden, in denen gerade Kurzurlauber ausbleiben können.“ Überhaupt geht es Regenbogen sehr viel um die Verbesserung des Komforts: Großplätze für Riesen-Wohnmobile, Plätze mit eigener Sanitäranlage oder auch Luxusvorzelte, an die Wohnwagen angedockt werden können, Kinderanimation, Luxus-Mobilheime: „Wir werden weiter Maßstäbe im Camping-Tourismus setzen, wir verkaufen Erholung“, versprach Voßhall kürzlich den etwa 20 angereisten Aktionären während der Hauptversammlung in der Sparkassen-Arena.

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