Kommentar

Entlastungspaket: Die Wirtschaft wurde vergessen

Das dritte Entlastungspaket enthält viele Maßnahmen für Privatpersonen, allerdings kaum welche für Betriebe.

Das dritte Entlastungspaket enthält viele Maßnahmen für Privatpersonen, allerdings kaum welche für Betriebe.

Berlin. 65 Milliarden Euro will die Bundesregierung mit ihrem dritten Entlastungspaket verteilen. Das ist zweifellos eine gewaltige Summe, auch wenn hinter der Finanzierung noch das eine oder andere Fragezeichen steht – vor allem hinsichtlich der Ankündigung, einen Teil der massiven Gewinne aus dem Betrieb von Kohlekraftwerken, Wind- und Solarparks an die Stromkunden zurückgeben zu wollen. Die größte Schwäche des Paketes aber ist nicht seine unsichere Finanzierung, die größte Schwäche ist das, was gar nicht drinsteht.

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Zwar entlastet die Ampel Privatverbraucher an vielen Stellen, die Hauptursache dieser Energiekrise, die Explosion der Gaspreise, geht sie hingegen nicht an. Schlimmer noch: Anders als Privatpersonen wurden Unternehmen in dem Paket weitgehend vergessen. Handwerksbetriebe und energieintensive Industrie stehen bis auf Weiteres komplett ohne Unterstützung da und das, obwohl vielen Mittelständlern das Wasser bereits bis zum Hals steht.

Ohne Hilfe stehen ganze Branchen vor dem Aus

Die Rufe nach staatlicher Hilfe werden immer lauter, erhört hat die Bundesregierung sie bislang nicht. Das sollte sie aber, denn die Gefahr des Verschwindens ganzer Industriezweige ist real – vor allem wenn diese im internationalen Wettbewerb stehen.

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10.08.2022, Berlin: Ein Einkauf liegt in einem Einkaufswagen in einem Supermarkt.

Lebensmittel sind durch die Inflation teurer geworden. Foto: Fabian Sommer/dpa - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Nachrichten für Kinder +++ dpa-Nachrichten für Kinder +++

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Die Bundesregierung schnürt nun ein weiteres milliardenschweres Entlastungspaket, um Menschen mit kleinem Geldbeutel zu helfen. Doch was haben die bisherigen Hilfspakete überhaupt gebracht? Ein Überblick.

Das dritte Entlastungspaket hat die Privathaushalte in den Fokus genommen, beim vierten muss es um die Unternehmen gehen. Die wählen zwar bei der nächsten Bundestagswahl nicht, ihre Mitarbeiter aber sehr wohl. Entlastungen bei der Einkommensteuer mögen für Beschäftigte eine feine Sache sein, nur nützt die herzlich wenig, wenn der Arbeitsplatz plötzlich weg ist.

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