Schleswig-Holstein

Firmenpleiten gehen rapide zurück

Foto: Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Schleswig-Holstein sinkt.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Schleswig-Holstein sinkt.

Kiel. Am wenigsten Firmenpleiten gibt es in Bayern mit 41 je 10.000 Betriebe, am meisten in Bremen (89) und Berlin (89).

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Vor allem aber ging die Zahl der Insolvenzen in Schleswig-Holstein mit minus 11,7 Prozent so stark zurück wie in keinem anderen Bundesland (Hamburg minus 9,3 Prozent). In Bremen nahm dagegen die Zahl der Pleiten um 9,8 Prozent zu. Unter den Branchen sind Firmen aus der Logistik eher von einer Insolvenz betroffen, ebenso wie aus dem Bauhauptgewerbe und den Dienstleistungen, die geringste Quote gibt es im Energiesektor.

Experten erwarten Trendumkehr

„Die Firmen profitierten 2018 vor allem von der Binnenwirtschaft und von den hohen privaten Konsumausgaben“, sagt Crifbürgel -Geschäftsführerin Ingrid Riehl. „2019 wird es jedoch eine Trendumkehr eingeleitet und wir erwarten einen Anstieg bei den Firmeninsolvenzen“, ergänzt Riehl. Zu den Gründen für einen erneuten Anstieg, es wäre der erste seit 2009, zählt natürlich die abschwächende Konjunktur. Hinzu komme, dass die derzeitigen Niedrigzinsen Unternehmen am Markt halten, die unter normalen Bedingungen nicht wettbewerbsfähig wären. Riehl: „Über diesen sogenannten Zombie-Unternehmen schwebt das Damoklesschwert einer möglichen Zinswende.“

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Dass die Zahl der Insolvenzen in Schleswig-Holstein stark zurückgeht, ist für Jörg Orlemann, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Kiel, „eine positive Nachricht“. Dies zeige, dass es der Wirtschaft im Land insgesamt gut gehe.

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