Schiffbau

Flensburger Werft sucht einen Investor

Foto: Die Fähre "W.B.Yeats" wurde 2018 mit großen Verlusten abgeliefert. Jetzt kämpft die Werft FSG mit den Folgen.

Die Fähre "W.B.Yeats" wurde 2018 mit großen Verlusten abgeliefert. Jetzt kämpft die Werft FSG mit den Folgen.

Flensburg. Die Kreuzfahrtfähre hatte die Flensburger Werft kurz vor Weihnachten an die Reederei Irish Continental abgeliefert. Da der Neubau mit einer mehrmonatigen Verspätung auf die Fahrt nach Irland ging, musste die Werft eine Konventionalstrafe bezahlen.

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Dieses Geld fehlt jetzt für die Finanzierung der nächsten Schiffe. Die entsprechenden Kredite und Bürgschaften können derzeit nicht abgerufen werden.

Intensive Verhandlungen

Kurz vor Weihnachten war die „W.B. Yeats“ (Baunummer 771) auf die erste Reise geschickt worden. Die 194 Meter lange und 54975 BRZ große Fähre war der größte Neubau in der Geschichte der Werft. „Die Verzögerungen des Neubaus 771 verursachten bei der FSG erhebliche Verluste. Die FSG hat einen Plan zur Finanzierung der Werft entwickelt, zu dem wir uns derzeit in intensiven Gesprächen mit dem Land Schleswig-Holstein, Kunden und Lieferanten sowie Betriebsrat und IG Metall befinden“, sagte FSG-Geschäftsführer Rüdiger Fuchs am Montag.

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Zur Lösung ist die Werft nach Informationen von KN-online derzeit mit den Auftragebern der anderen Neubauprojekte sowie Banken und dem Land im Gespräch. „Es ist unser Ziel, die Unterstützung aller Beteiligten in möglichst kurzer Zeit zu erhalten“, sagte Fuchs. In die Suche nach einer Lösung sind Wirtschafts- und Finanzministerium in Kiel seit zwei Wochen eng eingebunden.

Volle Auftragsbücher

Die Werft selbst hat volle Auftragsbücher. Sieben Neubauten mit einem Auftragsvolumen von einer Milliarde Euro sind bis Ende 2021 unter Vertrag. Für den Bau dieser Schiffe zahlen Reedereien zu Beginn nur sehr niedrige Anzahlungen und danach im Bauverlauf weitere Raten. Den Bau finanziert die Werft jedoch mittels Krediten.

Für eben diese Kredite benötigt die Werft jedoch auch Eigenkapital. Dieses Geld ist nach den Verlusten durch die „W.B. Yeats“ jedoch aufgebraucht. Deshalb befindet sich das Unternehmen auch auf der Suche nach einem neuen Geldgeber.

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