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HSH Nordbank

Neue Jobs zu finden wird schwierig

Foto: Einen Tag nach Bekanntgabe des radikalen Stellenabbaus zeichnet sich für betroffene Mitarbeiter der HSH Nordbank eine zum Teil schwierige Jobsuche ab.

Einen Tag nach Bekanntgabe des radikalen Stellenabbaus zeichnet sich für betroffene Mitarbeiter der HSH Nordbank eine zum Teil schwierige Jobsuche ab.

Kiel. Die Kieler Volksbank, einer der durchaus starken Player in der Region, hat einschließlich Auszubildenden 265 Beschäftigte. Das genossenschaftliche Institut hatte am Dienstag bereits signalisiert, einigen HSH-Kollegen eine neue berufliche Perspektiven zu geben. Aktuell meldet die Volksbank „mehr als zehn“ freie Stellen: „Wir suchen Spezialisten für Baufinanzierung, Privatkundenberater, Versicherungsexperten und Kreditreferenten“, sagt Vorstandsmitglied Bernd Schmidt.

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Kaum vergleichbare Tätigkeiten in der Region für Spezialisten

Diese Aufzählung passt jedoch nur sehr eingeschränkt zur Qualifikation der vom Abbau betroffenen Mitarbeiter. Ein Beispiel: Im Zuge der Restrukturierung, die die Bank in weniger als zwei Jahren über die Bühne bringen will, wird der Bereich Kapitalmarkt und Wertpapierhandel komplett nach Hamburg verlagert. Betroffen sind davon in Kiel mehr als 100 hochbezahlte Spezialisten, die in der Region kaum eine vergleichbare Tätigkeit finden.

Gesamte Branche unter Kostendruck

Die gesamte Branche steht unter großem Kostendruck, auch in Kiel. Aktuell arbeiten hier rund 5500 Menschen in Banken und Versicherungen – 3,4 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Größter Bank-Arbeitgeber in Kiel ist die Förde Sparkasse mit 840 Mitarbeitern. Diese Zahl, so heißt es, werde sich im kommenden Jahr nur „unwesentlich verändern“.

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Zu den Großen der Branche zählt auch die Provinzial mit landesweit fast 1000 Beschäftigten. Auch dort will man die Zahl der Mitarbeiter im kommenden Jahr konstant halten. Allerdings habe man „immer wieder Bedarf an IT-Experten, Finanzmathematikern und Versicherungsmathematikern“.

Günther und Heinold werben in Schreiben für Standort Kiel

Der Einfluss der Landesregierung auf die Job-Entscheidungen der neuen HSH-Eigentümer geht gegen Null. In einem Schreiben an HSH-Vorstandschef Stefan Ermisch betonen Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) die Attraktivität des Bankenstandortes Kiel mit seinem dichten wissenschaftlichen und wirtschaftlichem Netzwerk und einer „hervorragenden Lebensqualität“, die für die Personalgewinnung eine große Rolle spiele: „Diese Aspekte bitten wir, nicht zuletzt auch mit Blick auf die vielen hochqualifizierten, aber nur begrenzt mobilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HSH Nordbank am Standort Kiel bei der künftigen Standortentscheidung zu berücksichtigen.“

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