Ausbildung und Studium

Berufsmesse Vocatium in Kiel: Freude über Präsenzveranstaltung groß

Bei der Vocatium-Messe in der Wunderino-Arena in Kiel konnten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Ausbildungsberufe von Fleischer bis Kaufmann sowie diverse Studiengänge kennenlernen.

Bei der Vocatium-Messe in der Wunderino-Arena in Kiel konnten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Ausbildungsberufe von Fleischer bis Kaufmann sowie diverse Studiengänge kennenlernen.

Kiel. Hunderte junge Menschen laufen durch die Halle, Infostand schmiegt sich an Infostand – die Vocatium-Messe zur Berufsorientierung findet nach einer Corona-Pause wieder in Präsenz in der Wunderino-Arena in Kiel statt.

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An rund 100 Ständen informieren Ausbildungsbetriebe, Hochschulen, Fachschulen und Institutionen am Mittwoch und Donnerstag über Ausbildungswege. Der Eintritt ist frei, jeweils von 8.30 bis 15 Uhr ist die Messe geöffnet. Rund 2400 Schülerinnen und Schüler aus Kiel und Städten in der Umgebung wie Eckernförde, Plön, Rendsburg oder Preetz werden erwartet.

Erste Messe zur Berufsorientierung in Präsenz

Für einige von ihnen ist es die erste Messe zur Berufsorientierung, die wieder vor Ort stattfindet. So zum Beispiel für Hendrik Stäcker (15), Deik Roggenkamp (15) und Vincent Wroblewski (15) von der Schule am Schiffsthal in Plön. "Es ist schön, auf eine Messe zu gehen und Leute zu treffen", sagt Deik Roggenkamp.

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Auch Vincent Wroblewski war schon an ein paar Ständen und freut sich, dass die Leute ausgiebig erzählt haben. Er hat schon eine ungefähre Berufsvorstellung und nutzt die Messe, um konkrete Unternehmen kennenzulernen. "Ich möchte etwas Handwerkliches machen, das braucht man ja immer", sagt er.

Vorbereitung auf die Vocatium in der Schule

„Wir zeigen den Schülerinnen und Schülern verschiedene Wege auf“, sagt Kathrin Walsch vom Institut für Talententwicklung (IfT), das die Vocatio-Messe organisiert. Das Team vom IfT besucht außerdem die Klassen vor der Messe, um die Jugendlichen vorzubereiten. Welche Aussteller sind da? Was kann ich fragen? Was sollte ich anziehen? Solche und ähnliche Fragen werden vorher geklärt.

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Zusätzlich zur Messe können Schülerinnen und Schüler auf ihk-uberholspur.de ihre Stärken testen, auf erfolg-im-beruf.de mit der Suchbörse den passenden Bildungsanbieter finden oder auf der Seite praktikumswoche.sh einen Praktikumsplatz finden.

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Präsenzveranstaltungen erleichtern Kontakt zu Unternehmen

Am Stand von ThyssenKrupp hat sich eine Gruppe Jugendlicher um Ausbildungsmeister Michael Schenk versammelt. Einer von ihnen ist der Neuntklässler Felix Moll (16) von der Gemeinschaftsschule Plön. Er fühlt sich für die Berufswahl noch nicht gut vorbereitet, weil er noch nicht genügend Informationen hat. Deshalb findet er die Messe hilfreich. "Man lernt viele neue Leute kennen", sagt er. Sein Mitschüler Maximilian Gosch (15) findet es besonders wichtig, dass die Ausstellenden auf die Jugendlichen aktiv zugehen und ihnen ausführlich über die Berufe erzählen.

Berufsmesse Vocatium in der Wunderino-Arena: Michael Schenk, Ausbildungsmeister bei ThyssenKrupp, berät eine Gruppe Jugendlicher.

Berufsmesse Vocatium in der Wunderino-Arena: Michael Schenk, Ausbildungsmeister bei ThyssenKrupp, berät eine Gruppe Jugendlicher.

Ausbildungsmeister Michael Schenk von ThyssenKrupp informiert gerne darüber, was bei der Berufswahl wichtig ist. Er bemerkt, dass der Austausch zwischen Unternehmen und jungen Menschen in den vergangenen Jahren durch Online-Messen schwächer war. "Die Bewerbungen sind zurückgegangen, weil wir uns kaum präsentieren konnten", sagt er.

„Nach der Pandemie ist so eine Präsenzveranstaltung total notwendig“, bestätigt Jan-Henrik Fock, Vizepräsident der IHK Kiel. Online-Formate könnten den direkten Kontakt zu Unternehmen oft nicht ersetzen. Das Unternehmen anzurufen oder eine Videokonferenz zu vereinbaren, ist bei Online-Messen oft eine Hürde für die Jugendlichen.

Auch Hochschulen sind in der Wunderino-Arena vor Ort

Marie Witt (18) und Kiara Paetsch (18) besuchen die zwölfte Klasse an der Peter-Ustinov-Schule in Eckernförde und sind vor allem an Studiengängen interessiert. Kiara Paetsch fand besonders gut, dass bei der Fachhochschule Westküste eine Studentin über ihr Praxissemester erzählt hat.

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Dass während Corona viele Berufsmessen ausgefallen sind, finden die beiden aber nicht so schlimm, weil sie sich weiter im Internet informieren konnten. „Vorbereitet für die Berufswahl fühle ich mich schon, aber es gibt so viel Auswahl“, sagt Marie Witt. Diese Entscheidung können Berufsmessen den jungen Menschen nicht abnehmen, aber ihnen die nötigen Informationen dazu an die Hand geben.

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