VW-Gruppe: Thomas Schäfer soll neuer Skoda-Chef werden

Medienberichten zufolge soll Thomas Schäfer neuer Skoda-Chef werden.

Medienberichten zufolge soll Thomas Schäfer neuer Skoda-Chef werden.

Wolfsburg/Mlada Boleslav. Die tschechische VW-Tochter Škoda soll nach einem Bericht der "Automobilwoche" künftig von Thomas Schäfer gelenkt werden. Der 50 Jahre alte Manager, der bisher Landeschef des VW-Konzerns in Südafrikas war, solle an diesem Montag zum neuen Škoda-Vorstandschef gewählt werden, berichtete das Branchenblatt. Schäfer folgt auf Bernhard Maier, der das Spitzenamt bei der tschechischen Volumenmarke nach knapp fünf Jahren am 31. Juli abgegeben hatte. Ein VW-Sprecher in Wolfsburg wollte den Bericht am Sonntag auf dpa-Anfrage nicht kommentieren.

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Segment der preiswerten Autos soll gestärkt werden

Zuletzt hieß es, der Nachfolger Maiers soll in der ersten Škoda-Vorstandssitzung im August gewählt werden. Laut "Automobilwoche" soll die Wahl aufgrund der Corona-Pandemie sowie urlaubsbedingt per Videoschalte erfolgen. Im VW-Konzern wurden zuletzt einige Spitzenposten neu besetzt. Konzernchef Herbert Diess musste die Führung der Kernmarke abgeben, seine rechte Hand Ralf Brandstätter übernahm. Diess hatte jüngst die Neu-Besetzungen verteidigt und die Führungswechsel mit klaren Vorgaben für die Konzernmarken verknüpft.

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In der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (FAZ/Samstag) hatte Diess Škoda “nicht aggressiv genug” genannt am Volumenmarkt im Wettbewerb mit Koreanern oder Franzosen. “Da vergeben wir uns eine Chance. Es nutzt uns nichts, wenn sich Škoda zu einer dritten Premiummarke im Konzern entwickeln würde”, sagte er dem Blatt. Škoda müsse im Segment der preiswerten Autos stärker werden.

Škoda gilt im VW-Konzern als sehr erfolgreich, wenn es um das Trimmen auf Rendite geht. Im vergangenen Jahr vor der Corona-Krise steigerte Skoda seinen Umsatz um rund 15 Prozent auf 19,8 Milliarden Euro, das operative Ergebnis um gut ein Fünftel auf 1,7 Milliarden. Im vorigen Jahr wurden weltweit 1,24 Millionen Neuwagen ausgeliefert. Aus den tschechischen Werken kam dabei die Rekordzahl von 910.000 Fahrzeugen vom Fließband – 2,25 Prozent mehr als noch 2018.

RND/dpa

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