Reaktion auf US-Sanktionen

„Lasst sie auf ihren Besen ins All fliegen“: Russland liefert keine Raketentriebwerke mehr an USA

Start einer Atlas-Rakete (Symbolbild).

Start einer Atlas-Rakete (Symbolbild).

Moskau. Als Reaktion auf US-Sanktionen stoppt Russlands Raumfahrtbehörde Roskosmos die Lieferung von Raketentriebwerken in die USA. „Lasst sie auf ihren Besen ins All fliegen“, sagte Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin am Donnerstag im Staatsfernsehen. Zudem wolle Russland vorerst keine gelieferten Triebwerksmotoren mehr warten. Mehrere westliche Länder haben nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine beispiellose Sanktionen gegen Russland verhängt. Sie trafen auch die Raumfahrtindustrie.

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Russland droht mit Ausstieg aus ISS

Rogosin hatte bereits in der Vergangenheit vom Westen verhängte Strafmaßnahmen kritisiert und sogar mit einem Ausstieg Russlands aus der Internationalen Raumstation ISS ab 2025 gedroht. Am Mittwoch verkündete die Weltraumbehörde, vorerst keine weiteren Satelliten für schnelles Internet des britischen Kommunikationsunternehmens OneWeb ins All zu bringen. Der Konzern solle „innerhalb von zwei Tagen umfassende rechtsverbindliche Garantien“ geben, dass die Satelliten nicht für militärische Zwecke verwendet und Daten nicht ans Militär weitergeleitet werden, sagte Rogosin am Mittwoch im russischen Staatsfernsehen. Sollte OneWeb keine Garantien abgeben, werde die Sojus-Rakete mit den Satelliten wieder vom Startplatz genommen. Der Start ist für Samstag geplant.

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Als Reaktion auf EU-Sanktionen gegen Moskau hatte Roskosmos am Samstag auch die Zusammenarbeit bei Weltraumstarts in Kourou in Französisch-Guyana ausgesetzt.

RND/dpa

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