Beziehungstuning: So erkennen Sie eine glückliche Partnerschaft

Fahrradtour

Grundstein für eine glückliche Beziehung ist die Zeit zu zweit. Gemeinsame Unternehmungen wie Fahrradtouren oder Spaziergänge sollten daher nicht zu kurz kommen.

Hannover. Bei gemeinsamen Abenden mit Freunden oder zu zweit im Lieblingsrestaurant: Wer andere Paare beobachtet, mag sich fragen, warum der eigene Partner nicht witziger oder sensibler ist. Doch Achtung: Nicht immer ist alles Gold, was glänzt. Sie sind sich nicht sicher, ob Ihre Beziehung wirklich gut läuft? Hier eine kleine Checkliste.

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Vergissmeinnicht: Aufeinander freuen

Sie sind beruflich ein paar Tage außer Haus oder verbringen ein Wochenende mit Freunden: Freuen Sie sich bereits darauf, Ihren Partner wiederzusehen? Das ist ein gutes Zeichen. Wer schon nach kurzer Zeit merkt, dass er seinen Partner vermisst, weiß, dass die gemeinsame Zeit viel bedeutet und die Gesellschaft des anderen wichtig ist. Das bedeutet aber auf keinen Fall, dass man berufliche oder private Verpflichtungen zukünftig streichen soll. Gerade das Sich-aufeinander-Freuen kann einem bewusst machen, wie glücklich man in der Partnerschaft ist.

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Zeit für mich: Freiraum geben und nehmen

Paare, die sehr viel Zeit miteinander verbringen und andere soziale Kontakte vernachlässigen, brauchen sich nicht zu wundern, wenn dann öfter gestritten wird. Freiraum ist wichtig – und zwar für beide Partner. Die Zeit, die wir mit unseren Freunden verbringen, ist ebenso wichtig wie die mit unserem Partner. Außerdem: Nach Mädelsabend oder Fußballspiel gibt es wieder neuen Gesprächsstoff mit dem Partner. Und bitte bloß nicht ständig texten, während der Partner seine Freunde trifft.

Zeit zu zweit: Nicht nur vor dem Fernseher

Ebenso wichtig wie Freiraum ist die Zeit, die man miteinander verbringt. Und dabei geht es nicht um die Stunde abends vor dem Fernseher oder gemeinsame, aber schweigsame Mahlzeiten. Wichtig ist, sich Zeit zu nehmen, in der man sich aufeinander konzentriert. Das muss auch nicht immer das luxuriöse Wellnesswochenende sein. Wann sind Sie zum Beispiel das letzte Mal mit ihrem Partner Händchen haltend spazieren gegangen oder haben eine Fahrradtour gemacht? Kleine Unternehmungen – nur zu zweit – bereichern die Beziehung.

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Vertrauen ist gut – und Punkt

Dass Vertrauen ein Eckpfeiler jeder Beziehung ist, ist nichts Neues. Wer dem Partner vertraut, macht das Zusammensein für beide angenehmer. Denn: Nichts ist deprimierender, als jede Aussage des Partners in Frage zu stellen. Wer in vorigen Beziehungen schlechte Erfahrungen gemacht hat, sollte versuchen, sich klarzumachen, dass die neue Beziehung damit nichts zu tun hat. Und so schwer es auch ist: Unbegründetes Misstrauen macht viel kaputt. Gering dosierte Eifersucht wiederum kann auch eine Liebeserklärung sein, sagt der Berliner Psychotherapeut Wolfgang Krüger in der „Apotheken Umschau“.

Wenn dann mal die Fetzen fliegen

Streit ist wichtig. Es gibt nun mal keinen Menschen, der in jedem einzelnen Punkt genauso denkt wie sein Partner – und das ist auch gut so. Wer seine eigene Meinung ständig zurückhält, um keinen Streit zu entfachen, wird sich schnell ungehört und nicht verstanden fühlen. Forscher der University of Michigan haben sogar einen Zusammenhang zwischen unterdrücktem Streit und frühzeitigem Sterben ausfindig gemacht. In einer lang angelegten Studie über 17 Jahre wurden 192 Paare beobachtet. Das Ergebnis: Paare, die Streit unterdrückten, starben früher als die Paare, die offen stritten.

Wer nicht weiß, was der Partner über bestimmte Punkte denkt, kann darauf auch nicht eingehen. Bei einem Streit soll es außerdem nicht darum gehen, dem anderen seine Meinung aufzuzwingen. Es ist auch vollkommen in Ordnung, wenn man mal anderer Meinung ist. Übrigens: Was gibt es nach einem Streit Schöneres als die Versöhnung?

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Weniger ist mehr – sogar beim Sex

Wer hätte das gedacht: In einer Studie der York University in Kanada wurde herausgefunden, dass die glücklichsten Paare die sind, die etwa einmal in der Woche Sex haben. Das Gerücht, viel Sex in einer Beziehung würde glücklicher machen, scheint also nicht zu stimmen. Eher ist es der Studie nach so, dass Paare, die öfter als einmal in der Woche Sex haben, mit der Beziehung unzufrieden sind. Das heißt nicht, dass Paare, die viel Sex haben, sofort damit aufhören sollten. Aber wer in den Fällen, in denen vielleicht ein Streit oder eine Diskussion angebracht wären, lieber unter die Laken schlüpft, sollte einmal darüber nachdenken, ob Probleme damit wirklich langfristig geklärt werden können.

Sag mir, wie du schläfst ...

Auf dem Rücken, dem Bauch oder der Seite: Jeder Mensch hat eine Position, in der er am besten schläft. Psychologe Richard Wiseman befragte in einer Studie der University of Hertfordshire Paare zu ihrem Schlafverhalten. Von 1000 Probanden sagten 94 Prozent aus, dass sie in einer glücklichen Beziehung seien: Diese Paare berührten sich im Schlaf oder schliefen eng beieinander. Zufall?

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