Bundestrainer holt Füllkrug zurück

Klopp weiß, dass er Ergebnisse braucht – und zwar jetzt!

Niclas Füllkrug (hier bei der EM 2024) ist in überragender Form - und deshalb wieder Nationalspieler

Für Jürgen Klopp wird es langsam zur Gewohnheit, Aussagen zu bereuen, die er im Fernsehen getroffen hat. Bei der WM im Sommer bereitete er bekanntlich den Abschuss Julian Nagelsmanns und den eigenen Einzug ins Bundestrainer-Amt vor, als er als TV-Experte raunte, dass Nagelsmann „noch“ die Aufstellung der DFB-Auswahl mache - „noch“. Dafür bat Klopp seitdem mehrfach und mit Nachdruck um Entschuldigung.

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Bei der Nominierung des Kaders für die Nations-League-Partien in Serbien und gegen die Niederlande musste Klopp wieder einmal eine eigene Einschätzung korrigieren. „Ich bin nicht mit all meinen Aussagen so glücklich, die ich in Halbzeit-Interviews getroffen haben“, sagte der Bundestrainer, als er über Niclas Füllkrug sprach, der nach mehr als einem Jahr in die DFB-Elf zurückkehrt. Klopp meinte offensichtlich seine Aussage neulich bei DAZN, dass Füllkrug eben schon 33 Jahre alt sei. Und damit, das implizierte Klopps Verweis auf das Alter des Werder-Stürmers, kein Kandidat für den Neuaufbau der DFB-Auswahl.

Heute auch an heute denken

Der Bundestrainer hat allerdings nicht nur die Aufgabe, an die Zukunft zu denken, er muss auch die Gegenwart beachten. Und die sieht so aus, dass die Nationalmannschaft gegen Bosnien und die Niederlande nach dem mäßigen ersten Länderspiel-Block des Bundestrainers dringend Siege braucht. So bliebe die Chance erhalten, das Nations-League-Viertelfinale zu erreichen und – wichtiger noch – den Neustart mit Erfolgserlebnissen zu befeuern.

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Deshalb liegt der Bundestrainer richtig damit, Füllkrug zurückzuholen. Der Angreifer ist in überragender Form und kann der trägen DFB-Offensive die nötige Durchschlagskraft geben. Füllkrug ist außerdem ein Sympathieträger – jemand, auf den sich fast alle Fans einigen können. Seine Nominierung ist ein einfacher Weg für Klopp, die Nationalmannschaft wieder beliebter zu machen. Auch das ist mit Blick auf die Zukunft wichtig. Selbst wenn diese möglicherweise ohne Füllkrug stattfindet.