Mit Schonlau in der Startelf? Holstein-Kiel-Trainer Tim Walter lässt Bielefeld-Plan geheim
Kiel. Acht Punkte nach zehn Spielen und Platz 17: Die Ausgangslage für Holstein Kiel vor dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld am Sonnabend (13 Uhr im Holstein-Kiel-Liveticker) könnte dankbarer sein für die Mannschaft von Trainer Tim Walter. Immerhin: Erstmals seit Wochen kann der Störche-Coach personell nahezu aus den Vollen schöpfen. Neben Steven Skrzybski ist auch Sebastian Schonlau wieder fit und eine Option für das Heimspiel gegen die Ostwestfalen. „Ich brauche für die Verletzten gar keinen Zettel mehr“, musste Walter selbst auf der Pressekonferenz ein wenig Schmunzeln.
Ob Schonlau, der sich bereits beim 0:0 gegen Hertha BSC als besonders belebendes Element in die KSV-Defensive eingebracht hatte, gegen Bielefeld schon eine Option für die Startelf ist, wollte Walter aber nicht verraten. „Er war sehr lange raus und deshalb können wir keine Wunder-Dinge von ihm erwarten“, bremste der 50-Jährige eine zu große Euphorie rund um den ehemaligen Hamburger. Gleichzeitig stärkte Walter seinen beiden weiteren Verteidigern Ivan Nekic und David Zec den Rücken. „Sie machen es auch sehr gut“, betonte Walter, auch wenn „ein kleines Detail“ manchmal fehle.
Walter lässt Frage nach Aufteilung im Angriff offen
Was der KSV-Coach meint, aber nicht offen sagt, sind die zahlreichen individuellen Fehler der beiden KSV-Verteidiger, die mit Regelmäßigkeit die Störche in dieser Saison bereits Punkte kosteten. Alle Spieler seien in solchen Situationen „als Team gefordert“, um solche Fehler aufzufangen. Beispielsweise durch Tore, beispielsweise von den Stürmern Phil Harres und Giorgi Kvilitaia. Aber auch bei der Offensiv-Besetzung fürs Bielefeld-Spiel wollte sich Walter nicht in die Karten schauen lassen. „Wir haben jetzt mehr Auswahlmöglichkeiten, aber jedes Spiel ist anders. Ob wir mit ein, zwei oder drei Spitzen spielen, ist am Ende völlig egal. Wichtig ist, dass wir gegen den Ball eine Kompaktheit herstellen.“
Dass die Störche seit nunmehr neun Jahren, genauer gesagt seit dem 21. Oktober 2017, gegen die Arminen keinen Sieg mehr einfahren konnten, lässt Walter gewohnt kalt. „Dann wird es ja Zeit“, antwortete der KSV-Trainer locker und konterte mit der eigenen Heimserie in dieser Saison. Vor den eigenen Fans sind die Kieler bislang ungeschlagen.
KN