Keine Trendwende: Kiel Baltic Hurricanes verlieren auch Rückspiel bei Düsseldorf Panthern
Düsseldorf. Die Kiel Baltic Hurricanes verlieren in der German Football League (GFL) immer mehr an Boden. Zum Auftakt ihrer zweiten Saisonhälfte verloren die Canes bei den Düsseldorf Panthern mit 22:31 und bleiben Tabellenletzter der GFL Nord. Weil die Berlin Rebels parallel gegen die Braunschweig Lions gewannen, sind die Wirbelstürme nun das einzige Nordteam mit nur einem Sieg.
Nach der bitteren Pleite sang Headcoach Timo Zorn ein ähnliches Lied wie nach dem Großteil der vorangegangenen Spiele. „Die Defense hat gerade in der ersten Halbzeit einen Superjob gemacht, nur einen Touchdown zugelassen“, sagte Zorn. „Wir haben zwar in der zweiten Halbzeit einen deutlich besseren Hebel gefunden, doch durch die beiden Düsseldorfer Big Plays und unsere Fehler sind wir diesen zwei Scores stetig hinterhergelaufen.“
Nach zwei Düsseldorfer Big Plays kommen die Kiel Baltic Hurricanes nie wieder in Schlagdistanz
Ein Kickoff-Return-Touchdown von Daniel Pedro und ein 83-Yard-Touchdown-Lauf von Gennadyi Adams brachten entscheidenden Schwung in eine zu Beginn sehr langsame Partie. Sie brachten die Panther mit 21:7 in Front – in Schlagdistanz kamen die Canes im Anschluss nicht mehr. Auch, weil sie sich mit zwei verschossenen Fieldgoalversuche und einem Fumble in ihren einzigen drei Drives im ersten Durchgang um eine bessere Ausgangslage brachten. „Das ist natürlich nicht der Output, den wir brauchen, um so ein Spiel zu gewinnen“, haderte Zorn.
Durch die beiden Düsseldorfer Big Plays und unsere Fehler sind wir diesen zwei Scores stetig hinterhergelaufen.
Timo Zorn,
Canes-Headcoach
Zwar robbten sich die Kieler immer wieder ein Stück heran, erzielten durch Touchdowns von Quarterback PJ Settles, Runningback Lorenz Rothermund und Receiver Jarvis McClam nach Settles-Pass zum erst dritten Mal in dieser Saison – nach dem 24:17-Sieg in Braunschweig und der 20:23-Niederlage in Hildesheim – eine zweistellige Zahl an Punkten, doch eine echte Siegchance verschafften sie sich nicht.
Turnover auf beiden Seiten, Panther lassen Zeit herunterlaufen
Düsseldorf blieb durch ein Fieldgoal und einen weiteren Touchdown von James Okike nach Herl-Pass insgesamt souverän vorn. Kurz flammte nochmal Kieler Hoffnung auf, als beim Stand von 22:31 zwar der Onside-Kick nicht erfolgreich war, Canes-Verteidiger CJ Davis aber einen Ball freischlug und eroberte. Doch sinnbildlich gaben die Wirbelstürme den Ball bei der Übergabe von Settles an Runningback Maximilian Lundahl wieder her, und die Panther konnten die Zeit herunterlaufen lassen.
Headcoach Zorn lobte zwar die „unglaubliche Moral“ und den „unglaublichen Kampfgeist“ seines Teams. Er dürfte sich der immer angespannteren Situation allerdings ebenso bewusst sein. Bei einer Niederlage gegen die Rebels im Heimspiel am kommenden Sonnabend (16 Uhr/Kilia-Stadion) stünden die Zeichen bei dann zwei Siegen Rückstand auf die Berliner und mindestens ebenso zwei auf Braunschweig und Düsseldorf immer eindeutiger auf Abstiegsrelegation.
Düsseldorf Panther – Kiel Baltic Hurricanes 31:22 (0:0/7:0/17:14/7:8)
1. Viertel: keine Punkte. 2. Viertel: 7:0 TD Adams, 16-Yard-Lauf; PAT Immel. 3. Viertel: 7:7 TD Settles, 18-Yard-Lauf; PAT Fulford. 14:7 TD Pedro, 100-Yard-Kick-Return; PAT Immel. 21:7 TD Adams, 83-Yard-Lauf; PAT Immel. 21:14 TD Rotermund, 1-Yard-Lauf; PAT Fulford. 24:14 Immel, 23-Yard-Fieldgoal. 4. Viertel: 31:14 TD Okike, 13-Yard-Pass Herl; PAT Immel. 31:22 TD McClam, 40-Yard-Pass Settles; 2-PC Settles. Hauptschiedsrichter: Dieter Valenthin.
KN