Eine Verletzung jagt die nächste

Acht Torhüter in 13 Spielen: Der Fluch der Trikotnummer 1

Kann er den Torwart-Fluch der SG Elbdeich endlich brechen? Am Sonntag feierte Stammtorwart Marvin Ruschmeyer sein Comeback und sorgte für eine kurze Schrecksekunde...

Fliegenberg. Ist das noch eine Pechsträhne oder schon ein Fluch? Wer bei den Kreisklassen-Fußballern der SG Elbdeich das Trikot mit der Nummer 1 überstreift, der lebt gefährlich. In den ersten drei Monaten der Saison standen schon acht verschiedene Spieler im Tor des Vereins, weil sich einer nach dem anderen verletzte. „Acht Torhüter in 13 Spielen. Egal, wem du das erzählst, das glaubt dir keiner“, sagt Trainer Yahya Yilmazer schmunzelnd.

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Gleich zu Saisonbeginn fing die Misere an. Nach wenigen Wochen waren beide SG-Torhüter außer Gefecht. Noah Fiedler verletzte sich in einem Pokalspiel schwer an der Schulter. Kurz danach verletzte sich Marvin Ruschmeyer im Training –, als er nur schnell den Ball aus dem Tornetz holen wollte. „Ich bin mit dem Fuß unglücklich im Netz hängengeblieben“, erzählt er. Bänderdehnung, sechs Wochen Pause.

Der Torwart-Fluch am Elbdeich
Wir haben die Fußballer der SG Elbdeich rund um ihr Auswärtsspiel in Tespe begleitet.

Kreuzbandriss nach wenigen Minuten im Tor

Mehrfach stand dann Altherren-Torwart Florian Reimers im Kasten. Mit seinen 47 Jahren war er nicht mal der älteste Torhüter in dieser Saison. Als Reimers wegen Knieproblemen ausfiel, stellte sich Hans-Christian Wedemann ins Tor. „Ich glaube, H.C. ist schon 50“, sagt Reimers. Acht Gegentore musste Wedemann im Spiel gegen Hanstedt einstecken. „Aber ich hatte auch nicht gerade die schönste Ausbeute“, so Reimers. Denn mit weniger als drei Gegentoren geht die SG fast nie vom Feld.

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„Ich habe schnell zwei Gegentore gefangen.“

Marek Hoppe

Feldspieler der SG über seinen Einsatz im Kasten

Zumal dann auch noch Feldspieler ins Tor mussten. Erst Mittelfeldspieler Malte Goetsch, den es ganz bitter erwischte: Nach wenigen Minuten als Torwart riss sein Kreuzband. Für ihn ging dann Marek Hoppe ins Tor. „Es lief so mittelmäßig“, berichtet er. „Ich habe schnell zwei Gegentore gefangen.“ Und er fiel unglücklich auf die Schulter, hielt das Spiel aber bis zum Ende durch.

Stammtorwart Marvin Ruschmeyer in Aktion.

Auch der beste Feldspieler musste zwischen die Pfosten

Beim nächsten Mal stand Alexander Markurland im Tor. „Aber er ist eigentlich unser bester Feldspieler“, sagt Trainer Yilmazer. Also auch keine Dauerlösung.

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Und dann kam er endlich zurück: Stammtorwart Marvin Ruschmeyer feierte Anfang November sein Comeback. Er machte ein gutes Spiel, hielt bis zur Halbzeitpause mit seinen Paraden das 0:0 fest.

Nach dem Seitenwechsel dann eine kurze Schrecksekunde: Ruschmeyer blieb angeschlagen liegen, musste behandelt werden. Aber Aufatmen bei der SG: Er konnte weitermachen. Verloren hat der Verein trotzdem – aber zumindest muss vorerst nicht der neunte Torhüter der Saison ran.

Dieser Artikel erschien zuerst in der „Landeszeitung für die Lüneburger Heide“ – Partner im RedaktionsNetzwerk Deutschland.